Nach Saakaschwili-Kritik
Georgischer Regisseur entlassen

„Das georgische Volk muss diesen Führer aufgeben, so wie die Deutschen Hitler aufgegeben haben“ - deutliche Worte des bekannten georgischen Regisseurs Robert Sturua. Worte, die ihm jetzt den Job gekostet haben.
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TiflisNach scharfer Kritik am georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili ist der bekannte Regisseur Robert Sturua (73) als Intendant eines Theaters in der Hauptstadt Tiflis entlassen worden. Kulturminister Nikolos Rurua warf Sturua Ausländerhass vor. Der Regisseur hatte Saakaschwili als „Armenier“ bezeichnet, der keine Ahnung von den Interessen der Georgier habe. „Das georgische Volk muss diesen Führer aufgeben, so wie die Deutschen Hitler aufgegeben haben“, sagte Sturua.

Saakaschwili sei ein „Satan“. Der Regierungschef der Kaukasus-Republik ist seit der Niederlage im blutigen Krieg 2008 mit Russland um die von Tiflis abtrünnigen Gebiete Südossetien und Abchasien stark umstritten. Regierungsgegner werfen ihm autoritäre Methoden vor. Das Bürgermeisteramt in Moskau bot Sturua unterdessen Regiearbeiten an einem Theater der russischen Hauptstadt an. Das berichtete die Agentur Interfax am Donnerstag.

Der Ex-Theaterchef hat bereits mehrfach Stücke in Russland inszeniert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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