Nach Schlacht um Al-Kusair
Zivilisten fliehen über die „Straße des Todes“

Drei Wochen lang tobte die Schlacht um die Kleinstadt Al-Kusair. Nun ist die strategisch wichtige Region in der Hand der Armee. Unter den letzten fliehenden Zivilisten sind junge Frauen, die auf Rache sinnen.
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Arsal„Wir haben die Granaten ertragen und die Luftangriffe, aber erst als uns das Brot ausging und die Kämpfer der Partei kamen, sind wir geflohen“, sagt Fatima al-Suhuri. „Die Partei“ das ist die vom Iran aufgerüstete libanesische Schiiten-Partei Hisbollah, die in Syrien an der Seite des Regimes von Präsident Baschar al-Assad kämpft. Die 26 Jahre alte Sachkunde-Lehrerin und ihre beiden Söhne gehören zu den letzten Zivilisten, die in der seit Wochen umkämpften Kleinstadt Al-Kusair ausgeharrt hatten.

Vor zehn Tagen sind sie, ihre Schwester, ihr Vater und zwei Cousinen mit einer Schar von Kleinkindern in den Libanon geflohen. Voller Angst um die zurückgelassenen Männer der Familie verfolgen sie die Nachrichten aus Al-Kusair, wo die Regierungstruppen jetzt zusammen mit der Hisbollah ins Stadtzentrum vorgedrungen sind.

Fatima al-Suhuris Erinnerung an die angstvollen Stunden im Auto ist noch frisch: „Drei Tage lang waren wir unterwegs auf der Straße des Todes, wir konnten immer nur nachts fahren, damit uns kein Heckenschütze trifft.“ Panik kam auf, als einer der Fahrer in ihrem Konvoi einmal versehentlich die Scheinwerfer anschaltete. Sie gerieten unter Beschuss, liefen aus den Autos und versteckten sich in einem Bauernhof. Für die Strecke, die sie zurückgelegt haben, braucht man in normalen Zeiten nur 45 Minuten.

Die Lehrerin trägt ein gemustertes Kopftuch und einen fliederfarbenen Mantel über ihrer Jeans. In ihrem Schoß hält die schlanke Frau den zweijährigen Ali, der mit angstvoll aufgerissenen Augen zu ihr aufblickt. Sein Bruder Omar (5) liefert sich derweil mit einem selbst gebastelten Schwert ein Duell mit einem anderen Flüchtlingskind, das eine dünne Eisenstange vor der Brust hält. Die Schwester meldet sich zu Wort. Die Stimme der blassen jungen Frau zittert vor Wut: „Nachdem wir immer wieder versucht hatten, auf Nebenstraßen zur Grenze zu gelangen, haben uns die Revolutionäre gesagt, es gibt keinen anderen Weg, ihr müsst zu Fuß an der Straßensperre des Regimes vorbei.“

Die Soldaten ließen ihre Kleider von einer Frau durchsuchen. Dann durften sie passieren. „Die Soldaten riefen uns hinterher: „Hoffentlich kehrt ihr als Witwen zurück!“, erinnern sich die Frauen. Sie haben zusammen mit anderen Flüchtlingsfrauen aus der syrischen Stadt Homs in der libanesischen Kleinstadt Arsal ein umgebautes Ladenlokal gemietet. Ihre Ehemänner und Brüder sind in Al-Kusair geblieben, um zu kämpfen.

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Schlechte Nachrichten aus der Heimat

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • @SANTOS: welchen Baum bellen Sie hier an!!? Immer gleich das Bein am westlichen Baum heben, wenn der es doch verpasst, jemanden zu pampern! HABEN DIE SYRIER AUCH NUR EIN EINZIGESMAL UNS GEHOLFEN!!? Die Rebellen dort unten sind nicht besser als das Assad-Regime - eher noch unappetitlicher! (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • " Sie weiß nicht, wohin mit ihrer Wut „auf die Hisbollah und auf die arabischen Herrscher, die zuschauen, wie unser Volk getötet wird“. " ... und die gesamten europäischen Staaten, die aus Angst vor diplomatischen Verwicklungen mit Mütterchen Russland und der wirtschaftlichen Bedrohungsmacht China keine Waffen an die " Rebellen " liefert.

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