Nach Schlaganfall
Scharon macht schon wieder Späße

Der Gesundheitszustand des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon hat sich nach seinem leichten Schlaganfall weiter gebessert. Nach Angaben der Ärzte könnte er möglicherweise bereits im Laufe des Montags entlassen werden.

HB JERUSALEM. Womöglich werde der 77-Jährige noch im Laufe des Montag eine Erklärung abgeben, sagte ein enger Mitarbeiter. „Er lief schon herum und machte Späße. Sobald es zuverlässige medizinische Informationen gibt, werden wir sie weitergeben.“ Scharon hatte am Sonntag einen leichten Schlaganfall erlitten und war ins Hadassah-Krankenhaus in Jerusalem eingeliefert worden.

Der konservative Regierungschef, der sich mitten im Wahlkampf befindet, fühlte sich nach einem Treffen mit dem früheren Arbeitspartei-Chef und neuen Parteifreund Schimon Peres in seinem Büro unwohl. Auf dem Weg ins Krankenhaus verlor er Ärzten zufolge kurzzeitig das Bewusstsein. Zunächst hieß es, Scharon werde wohl für drei bis vier Tage im Krankenhaus bleiben müssen.

Der schwergewichtige Ministerpräsident wirkte nach dem innenpolitisch heftig umstrittenen Gaza-Abzug Israels, der im September abgeschlossen wurde, wiederholt abgespannt. Über eine angeschlagene Gesundheit Scharons war aber nichts bekannt.

Nach dem Austritt der Arbeitspartei aus der Koalition war seine Regierung im vergangenen Monat auseinander gebrochen. Scharon trat daraufhin aus dem rechtskonservativen Likud aus und gründete eine neue Partei, der sich auch Peres nach seiner Niederlage bei der Wahl um den Vorsitz der Arbeitspartei anschloss. Neuwahlen sind für Ende März angesetzt.

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