Nach Schließung umentschieden
Anschlag der Riad-Terroristen galt US-Botschaft

Nach Geheimdienst-Informationen war die US-Botschaft in Riad in Gefahr. Und tatsächlich: Die Selbstmordattentäter, die am vergangenen Wochenende in Riad 18 Menschen getötet haben, sollen als Ziel ursprünglich die US-Botschaft in der saudiarabischen Hauptstadt zum Ziel gehabt haben.

HB KAIRO. Das sagte der sudanesische Außenminister Mustafa Othman Ismail in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der arabischen Zeitung „Al-Sharq Al-Awsat“ unter Berufung auf Aussagen des amerikanischen Geschäftsträgers in Khartum. Die US-Botschaft in Riad war wenige Stunden vor dem Anschlag auf einen vorwiegend von arabischen Ausländern bewohnten Wohnkomplex wegen einer akuten Terrorwarnung geschlossen worden.

Auf die Frage: „Besteht eine Verbindung zwischen der Schließung der US-Botschaften in Khartum und Riad?“, sagte der sudanesische Minister: „Sie (die US-Diplomaten) sagen, dass die selbe Quelle, die sie über geplante Anschläge in Riad informiert habe, sie auch vor der Gefahr von Anschlägen auf ihre Botschaft in Khartum gewarnt habe.“ Er fügte hinzu: „Und sie sagen, dass die Entscheidung, die Botschaft in Riad zu schließen, dazu geführt habe, dass stattdessen die Wohnanlage angegriffen worden sei.“

Mehrere islamische Extremistenorganisationen wie die libanesische Hisbollah und die Palästinensergruppen Hamas und Dschihad haben den Anschlag auf den El-Muhajja-Wohnkomplex in Riad als „übles Verbrechen“ bezeichnet.

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