Nach Senatsbericht
Bush verspricht Reform der Geheimdienste

Nachdem der US-Senat die Arbeit der Geheimdienste vor dem Irak-Krieg kritisiert hat, hat US-Präsident Bush Reformen versprochen. Zugleich verteidigte er seine Entscheidung für den Krieg.

HB BERLIN. US-Präsident George W. Bush hat am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Pennsylvania eine Reform der US-Geheimdienste angekündigt. «Ich werde mit den Mitgliedern des Kongresses zusammenarbeiten, um erfolgreiche Reformen auf den Weg zu bringen», sagte er. Am Freitag hatte ein Ausschuss des US-Senats die Arbeit der Geheimdienste vor dem Krieg scharf kritisiert. Die meisten Geheimdienstaussagen über das irakische Massenvernichtungsprogramm seien von den Informationen nicht gedeckt gewesen, heißt es in dem Bericht. Zweifelhafte Hinweise seien vielmehr in diese Richtung interpretiert worden. Allerdings wird der Bush-Regierung nicht vorgeworfen, die Geheimdienstarbeit direkt beeinflusst zu haben.

Bush sagte, der Senatsbericht sei eine nützliche Bilanz der Versäumnisse der CIA gewesen. Gleichwohl verteidigte er erneut den gegen den Irak geführten Krieg. «Die Welt ist besser dran ohne Saddam Hussein an der Macht», sagte Bush. Zwar seien keine Massenvernichtungswaffen gefunden worden, «aber wir wussten, dass er (Saddam Hussein) sie herstellen konnte», fügte Bush hinzu.

Der stellvertretende Geheimdienstchef John McLaughlin, der die Nachfolge des am Sonntag aus dem Amt scheidenden und besonders harsch kritisierten CIA-Direktors George Tenet antreten wird, sagte, die CIA werde aus ihren Fehlern lernen. Es seien bereits Konsequenzen aus den Versäumnissen gezogen worden. «Obwohl wir der Meinung sind, dass die Einschätzungen nicht unbegründet waren, als sie vor fast zwei Jahren abgegeben wurden, haben wir seitdem gelernt, dass wir es hätten besser machen können», sagte McLaughlin auf einer Pressekonferenz.

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