Nach sieben Stunden: Verhandlungen über EU-Haushalt geplatzt

Nach sieben Stunden
Verhandlungen über EU-Haushalt geplatzt

Die 27 EU-Regierungen und die Abgeordneten des Europaparlaments konnten sich am Freitagabend nicht auf einen EU-Haushalt für 2013 einigen. Die Verhandlungen scheiterten schon an dem Nachtragshaushalt für 2012.

BrüsselDie Haushalts-Verhandlungen der beiden Seiten platzten nach gut sieben Stunden, sagten EU-Diplomaten - noch bevor beide Seiten eingehend über den Haushalt 2013 diskutieren konnten. Parlament und Ministerrat konnten sich schon nicht über einen Nachtragshaushalt für das Jahr 2012 einigen.

Die Kommission hatte 9,0 Milliarden Euro gefordert, um aufgelaufene Rechnungen bezahlen zu können. Dies habe der Rat abgelehnt, hieß es.

Auch eine Hilfe aus dem EU-Solidaritätsfonds in Höhe von 670 Millionen Euro für italienische Erdbebenopfer habe der Rat nur dann genehmigen wollen, wenn dieses Geld aus dem Haushalt 2012 genommen werde. Dort sei aber kein Geld mehr.

Für den Haushalt 2013 hatte das Europaparlament Ausgaben in Höhe von 137,9 Milliarden Euro gefordert. Das sind 6,82 Prozent mehr als in diesem Jahr. Der Ministerrat der EU-Regierungen wollte die Ausgaben hingegen auf 132,7 Milliarden Euro begrenzen. Das wäre ein Anstieg um 2,79 Prozent. Sollte bis zum Dienstagabend nicht doch noch eine Verständigung gelingen, so muss die EU-Kommission einen neuen Vorschlag für den Haushalt machen.

 
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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