Nach Sterbenachricht
Scharon: Arafats Tod könnte Wende bringen

Der in Nacht zum Donnerstag verstorbene Palästinenser-Präsident und Friedensnobelpreisträger Jassir Arafat ist weltweit als historische Persönlichkeit gewürdigt worden. Israels Justizminister blieb jedoch auch nach dem Tod Arafats kritisch: "Ohne ihn hätte es längst Frieden gegeben."

HB DÜSSELDORF. Nachrufe und Kondolenzschreiben von Politikern aus aller Welt betonten vor allem die Rolle Arafats als Symbol der Hoffnung auf einen unabhängigen Palästinenser-Staat in friedlicher Koexistenz mit seinem Nachbarn Israel.

US-Präsident George W. Bush sprach von einem „bedeutsamen Augenblick“ für das palästinensische Volk in dessen Streben nach Eigenstaatlichkeit in Frieden mit dem Nachbarland Israel.

„Wir hoffen, dass die Zukunft Frieden bringt und die Erfüllung der Hoffnungen auf ein unabhängiges und demokratisches Palästina, das im Frieden mit dem Nachbarn lebt“, sagte Bush. Außenminister Colin Powell fügte hinzu, die USA würden alles tun, um dieses Ziel zu erreichen.

Auch in Israel, das Arafat zuletzt als Hemmnis für den Friedensprozess betrachtete, gab es vorsichtige Signale der Hoffnung auf eine Wiederbelebung des Dialogs. Israels Ministerpräsident Ariel Scharon sieht im Tod seines Intimfeindes Arafat möglicherweise „einen Wendepunkt“ für Nahost.

Außenminister Silwan Schalom betonte, wenn sich die Palästinenser auf eine Führung verständigen würden, die auf Terror und Gewalt künftig verzichte, sei auch eine Wiedereröffnung des seit Jahren stagnierenden Friedensdialogs denkbar.

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