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Nach Tötungs-Video: Ruf nach Ermittlungen gegen US-Militär

exklusiv Das Weiße Haus hat mit Bestürzung auf ein im Internet veröffentlichtes Video der US-Armee von einem Hubschrauberangriff auf eine Gruppe Iraker im Jahr 2007 reagiert. Auch in Deutschland stießen die Bilder auf große Empörung. Die Grünen forderten Konsequenzen.

Sequenz aus dem Video. Quelle: ap
Sequenz aus dem Video. Quelle: ap

dne/HB WASHINGTON/BERLIN. Der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Robert Gibbs, sprach von einem schockierenden Video. Die Bilder des Angriffs, bei dem auch zwei Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters ums Leben kamen, seien sehr tragisch. Gleichwohl betonte Gibbs, dass für das US-Militär die Sicherheit von Zivilisten und insbesondere die von Journalisten ein hohes Gut darstelle.

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Die Grünen im Bundestag reagierten mit Empörung und forderten Konsequenzen. "Das Video zeige auf abscheuliche Weise das wahre Gesicht des Krieges", sagte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, am Mittwoch im Gespräch mit Handelsblatt Online. "Wenn arglose und unbewaffnete Zivilisten ohne Anlass getötet werden, dann ist dies keine kriegerische Handlung, sondern Mord." Beck forderte, die zuständige Staatsanwaltschaft in den USA müsse sich mit diesem Vorfall befassen. "Sie hat auch zu klären, ob es sich um Vorsatz oder Fahrlässigkeit gehandelt hat."

Die Aufnahmen der Bordkamera eines amerikanischen Kampfhubschraubers waren am am Montag veröffentlicht worden und zeigen den Angriff auf eine Gruppe von Männern, die von der Besatzung für Aufständische gehalten wurden. Das US-Militär hat die Echtheit des Materials vom 12. Juli 2007 inzwischen bestätigt.

Zu sehen sind auf den Schwarz-Weiß-Bildern mehrere Männer, die zügig auf einer Straße in einem Vorort von Bagdad gehen. Zu hören sind die Diskussionen der Hubschrauberbesatzung, die die Gruppe beobachtet. Schnell kommen die Soldaten zu dem Schluss, dass es sich bei den länglichen Gegenständen in den Händen der Männer um Waffen handeln muss. Die Soldaten befürchten, angegriffen zu werden. Eine Provokation ist aber nicht zu erkennen. Kurz darauf eröffnen die Apache-Helikopter mit Maschinengewehren das Feuer.

Die meisten Männer gehen sofort zu Boden, ein Flüchtender wird ebenfalls erschossen. Die Betreiber von wikileaks.org, die das Video ins Netz stellten, geben an, dass es sich bei dem flüchtenden Mann um Namir Noor-Eldeen, einen Fotografen der Nachrichtenagentur Reuters handelt.

  • 07.04.2010, 16:48 UhrAnonymer Benutzer: W. Fischer

    ich frage allen Ernst, wer will gegen die guten US-Streitkräfte ermitteln? Die US-Streitkräfte, begehen keine verbotenen Angriffe auf Zivilisten. Die machen nur die dummen deutschen/Nazis, damit man wieder Geld erpressen kann. ich glaube dieses bild ist gestellt (sarkastisch gemeint), der Aufschrei ist nur bei uns, denn in den USA interessiert diese Tat niemand.
    Danke

  • 07.04.2010, 16:25 UhrAnonymer Benutzer: The Observer

    Falsch !
    Dann würde man die Kameras sehen!

  • 07.04.2010, 16:18 UhrAnonymer Benutzer: Joachim Thüx

    ich habe bereits öfters solche Doku-Videos der US Streitkräfte gesehen, teilweise aus Höhen von 3000 Meter aufgenommen. Die waren alle SCHARF. Wieso dieses nicht?
    Für mich sieht es beispielsweise so aus, als ob der Mann im gestreiften Hemd eine Waffe trägt - durch die Unschärfe aber leider nicht genau erkennbar. Das Ganze sieht nach Kriegspropaganda aus - einer antiamerikanischen Aktion.

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