Nach Treffen
Iran gibt in Atomverhandlungen nicht klein bei

Im Streit um das iranische Atomprogramm kommen sich Iran und die Staatengemeinschaft nicht näher. Immerhin: Die Zeichen stehen weiter auf Diplomatie.
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Bagdad/BerlinIm Streit um das iranische Atomprogramm haben Unterhändler in zweitägigen Gesprächen einen drohenden Rückschlag abgewendet. Internationale Diplomaten und Vertreter Irans vereinbarten nach hart geführten Verhandlungen in der irakischen Hauptstadt Bagdad eine Folgetreffen am 18. und 19. Juni in Moskau. „Es ist klar, dass beide Seiten Fortschritte wollen und dass es Gemeinsamkeiten gibt. Jedoch bleiben bedeutende Meinungsverschiedenheiten“, sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zum Abschluss des Treffens. Die internationale Gemeinschaft sei entschlossen, den Konflikt um das iranische Atomprogramm durch Verhandlungen zu lösen und alle Anstrengungen zu unternehmen.

Vertreter der 5+1-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA sowie Deutschland) hatten einen Lösungsvorschlag auf den Tisch gelegt, der den Iran von der umstrittenen Urananreicherung auf 20 Prozent abbringen soll. Zudem sind darin vertrauensbildende Maßnahmen enthalten. Eine Anreicherung auf 20 Prozent reicht nicht für Atomwaffen, dafür wären mehr als 80 Prozent nötig. Aber höher angereichertes Uran ist schon ein größerer Schritt in diese Richtung.

„Der Iran hat sich bereiterklärt, die Frage der Anreicherung auf 20 Prozent anzugehen und seinen eigenen Fünf-Punkte-Plan vorgelegt, darunter auch die Forderung, dass wir ihr Recht auf (Uran-)Anreicherung anerkennen“, sagte Ashton, die die internationale Delegation leitet. Die Gespräche seien „sehr intensiv und detailliert“ gewesen, sagte sie.

Der iranische Sprecher Mehdi Mohammadi hatte Stunden zuvor erklärt, es werde darüber gesprochen, wie und ob überhaupt die Gespräche fortgesetzt werden sollen. Die Forderung des Irans, sein Recht auf ein ziviles Atomprogramm anzuerkennen, sei in Bagdad nicht wie von Teheran erwartet berücksichtigt worden.

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  • Hardy

    War wegen Blitzeinschlag, veritabler Blitz, kein "Heidelberger" ein paar Tage offline gesetzt. Router hin, Laptop hin, zumindest Netzwerk LAN- Verbindung,Wiederherstellung hat nur teilweise etwas gebracht, werkle jetzt auf einem uralt Teil herum 40GB "Not"book. Der Blitz war mir ein "Zeichen", mal Pause zu machen und nicht nur dazu "verurteilt" zu sein.
    Die "Iran" Seite hat fertig. Woanders gehts weiter...

    Übigens Evola ist nicht "Operette", so "harmlos" ist er nicht, hier irrt Eco einmal.
    Der "Baron" ist tatsächlich der Autor von "Wenn ein Reisender in einer Winternacht..."

  • Wenn Sie denn auf verschlungen Pfaden in _meinen_ Fuchsbau gelangt sind, könnten wir uns dort unter der Gewährleistung der Abgeschiedenheit über alles unterhalten, ohne daß Sie wiederum _Ihren_ Fuchsbau verlassen müssten, frei, ungezwungen und ohne Falken unterhalten.

    Da Email-Adressen dort nur "formal" geprüft werden, also <name>@<ort>.<usw> geht ein "ichBins@egal.wo" sicher durch ;-)

  • Klapper die Klapper

    Ich wusste doch, daß da was war, was bohrte und an die Oberfläche drängelte: Sie meinten Italo Calvino (!), ich war bloß noch nicht "fuzzy" genug für ein bißchen Buchstaben drehen.

    Das mit dem Icon hat sich wohl erledigt - dabei war ich ja schon fast bereit, den skeptisch blinzelnden Quixiot vom hinterwaldwelt blog zu nehmen.

    Womit sie denn, falls von Nöten, sich ein Bild machen könnten ;-)


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