Nach U-Bahn-Anschlag in London
Polizei nimmt zweiten Verdächtigen fest

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Fünfter Anschlag in diesem Jahr

London war in jüngster Zeit mehrfach Ziel von Terrorangriffen. So gab es tödliche Attacken mit Fahrzeugen auf der London Bridge und nahe einer Moschee. Die U-Bahn wurde im Juli 2005 von Selbstmordattentätern angegriffen, die auch einen Bus ins Visier nahmen und insgesamt 52 Menschen mit in den Tod rissen. Im vergangenen Jahr deponierte ein Student einen Rucksack mit Sprengstoff und Kugeln in einem U-Bahnzug. Die Bombe explodierte aber nicht.

Am Freitag explodierte die Bombe in London gegen 08.20 Uhr mitten im morgendlichen Berufsverkehr. Die Station Parsons Green liegt im westlichen Zentrum der Millionenmetropole, nahe dem Stadion des Fußballclubs FC Chelsea. Augenzeugen berichteten von einem lauten Knall und einer „Feuerwand“ beziehungsweise einem „Feuerball“ in der Bahn.

Großbritannien ist damit bereits zum fünften Mal in diesem Jahr Ziel eines Anschlags geworden. Bei vier früheren Anschlägen in London und Manchester in diesem Jahr waren insgesamt 36 Menschen ums Leben gekommen, drei der Attacken gingen auf das Konto von Islamisten.

Die höchste Terrorwarnstufe war zuletzt im Mai nach einem Bombenattentat auf die Besucher eines Konzerts in Manchester ausgerufen worden. Dort waren 22 Menschen getötet worden.

Im März war ein Attentäter auf der Londoner Westminster-Brücke mit einem Auto gezielt in Fußgänger gerast, bevor er einen Polizisten auf dem Gelände des Parlaments niederstach. Fünf Menschen starben. Acht Menschen kamen bei einem Angriff auf das Londoner Ausgehviertel Borough Market und die London-Bridge ums Leben. Ein Mann starb bei einem Angriff auf Moscheebesucher Ende Juni in London.

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dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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