Nach US-Drohung
Stoltenberg nennt Nato-Beistand bedingungslos

Die US-Regierung fordert von den Nato-Mitgliedsstaaten höhere Ausgaben für das jeweilige Militär. Generalsekretär Stoltenberg betont, dass vor allem die Effektivität der Investitionen wichtig ist.
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BerlinNato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat nach den US-Drohungen gegenüber den Alliierten die absolute Bedingungslosigkeit des Bündnisses betont. „Unser gemeinsamer Verteidigungskurs – Artikel 5 – ist bedingungslos, ist absolut, und es ist der Kern unseres Bündnisses“, sagte Stoltenberg am Donnerstag beim zweiten Tag des Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Es sei nun nicht wichtig, „darüber zu spekulieren was passieren würde, wenn die Nato es nicht schafft, mehr für die Verteidigung auszugeben. Vielmehr sollten wir uns darauf konzentrieren, wie wir das schaffen.“ Es gehe auch nicht nur darum, wie viel Geld man ausgebe für Verteidigung, sondern auch, wie gut man es investiere.

Die USA drohen damit, ihre Unterstützung für die Nato-Partner zurückzufahren. US-Verteidigungsminister James Mattis hatte am Mittwoch in Brüssel von den Alliierten einen klaren Plan zur Steigerung des Militärbudgets bis Ende des Jahres gefordert.

Der Artikel 5 des Nato-Vertrages verpflichtet die Mitgliedsstaaten zum Beistand im Fall eines bewaffneten Angriffs auf einen Bündnispartner. Er wurde bislang erst einmal ausgelöst – und zwar nach den Terrorangriffen gegen die USA vom 11. September 2001.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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