Nach Vereidigung
Iran: Proteste wollen nicht verstummen

Auch einen Tag nach der Vereidigung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist es am Donnerstag in der iranischen Hauptstadt Teheran erneut zu Protesten gekommen.

HB TEHERAN. Nach Angaben von Augenzeugen versammelten sich hunderte Menschen auf einem Platz im Norden der Stadt. Sie skandierten "Allah'u Akbar (Gott ist groß)", "Tod dem Diktator" sowie "Schäme Dich, Ahmadinedschad" und forderten den Präsidenten zum Rücktritt auf. Die Polizei trieb die Menge auseinander. Offizielle Angaben über Festnahmen lagen nicht vor.

Ahmadinedschad hatte am Mittwoch den Eid für seine zweite vierjährige Amtszeit abgelegt. Seit seiner Wiederwahl am 12. Juni ist es wiederholt zu Protesten gegen das Wahlergebnis gekommen. Die unterlegenen Kandidaten warfen der Regierung Wahlfälschung vor. Bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften sind seitdem mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen, 1000 wurden festgenommen. Gegen 100 Angeklagte ist am vergangenen Samstag ein Gerichtsverfahren eröffnet worden, das von der Opposition als "Schauprozess" bezeichnet wird.

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