Nach Verfolgungsjagd mit Polizei
Mutmaßlicher Attentäter in Jerusalem erschossen

Nach Schüssen auf einen jüdischen Extremisten hat die Polizei den mutmaßlichen Attentäter erschossen. Palästinenserpräsident Abbas verurteilt unterdessen die Abriegelung der Al-Aksa-Moschee.

JerusalemNach den Schüssen auf einen jüdischen Rechtsextremisten in Jerusalem hat die Polizei den mutmaßlichen Attentäter getötet. Der Verdächtige sei während eines Feuergefechts in Ostjerusalem erschossen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Anwohnern zufolge waren mehrere Hundert Sicherheitskräfte unterstützt von Hubschraubern im Einsatz, um den Täter ausfindig zu machen. Er hatte am Vorabend den 48-jährigen Jehuda Glick schwer verletzt.

Der Gesundheitszustand Glicks war Ärzten zufolge ernst aber stabil. Er war nach Angaben der Polizei auf offener Straße von einem Motorradfahrer angegriffen worden. Glick setzt sich für einen freien Zugang der Juden zum Gebet auf dem Gelände der Al-Aksa-Moschee ein, was ihnen bislang nicht erlaubt ist. Das auch Tempelberg genannte Gebiet in der Altstadt von Jerusalem ist Muslimen und Juden heilig. Die Polizei riegelte die Moschee aus Sicherheitsgründen ab. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte das Vorgehen. Die „israelische Aggression“ komme fast einer Kriegserklärung gleich, sagte er.

Seit Ende des Gaza-Krieges im August sind die Spannungen im arabischen Ostteil Jerusalems gestiegen. Fast jede Nacht kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen israelischen Sicherheitskräften und Palästinensern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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