Nach Wahlsieg
David Cameron stellt neues Kabinett vor

Der britische Premierminister David Cameron lässt die wichtigsten Ministerposten nach seinem überraschenden Wahlsieg unverändert. Eine neue Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands schließt er im TV-Interview aus.
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LondonVier Tage nach seinem überraschenden Wahlsieg hat Großbritanniens Premierminister David Cameron am Montag sein neues Kabinett vorgestellt. Dabei ließ der Regierungschef die wichtigsten Ministerposten unverändert besetzt. Allerdings verfügt die neue Regierung über mehr Frauen sowie über einige EU-Skeptiker. Camerons konservative Tories hatten bei der Wahl am Donnerstag mit 331 von 650 Sitzen überraschend eine absolute Mehrheit im Unterhaus errungen.

Den Posten des Finanzministers hat nach dem Sieg der konservativen Tories weiterhin George Osborne inne, Innenministerin bleibt Theresa May. Philip Hammond ist weiterhin Außenminister, das Verteidigungsressort bleibt bei Michael Fallon. Bildungsministerin bleibt Nicky Morgan. Justizminister wird Michael Gove. Der Europaskeptiker Mark Harper wurde zum Fraktionschef bestimmt.

Das neue Kabinett verfügt überdies über mehr Frauen: Amber Rudd wird Ministerin für Energie und Klimawandel und Priti Patel Arbeitsministerin. Londons exzentrischer Bürgermeister Boris Johnson, der auf den Parteivorsitz und das Amt des Premierministers spekuliert, erhielt dagegen keinen Ministerposten. Cameron begründete dies damit, dass Johnson sich auf sein letztes Jahr im Bürgermeisteramt konzentrieren solle. Johnson soll künftig jedoch an bestimmten Kabinettssitzungen teilnehmen.

David Cameron hat zudem eine weitere Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands ausgeschlossen. „Wir hatten ein Referendum. Schottland hat entschieden dafür gestimmt, im Vereinigten Königreich zu bleiben“, sagte Cameron am Sonntag dem Fernsehsender Channel 4 News und ergänzte: „Es wird kein weiteres Referendum geben.“ Zugleich kündigte der Premierminister an, Schottland entsprechend bereits getroffener Vereinbarungen mehr Rechte zu übertragen.

Neben Camerons Tories gingen die Schottischen Nationalisten mit deutlichen Gewinnen aus der Wahl hervor. Sie kamen auf 56 der 59 Mandate aus Schottland. Dieser Erfolg hatte Spekulationen geschürt, dass es zu einem weiteren Referendum kommen könnte. Im September 2014 hatten sich 55 Prozent der Schotten für einen Verbleib im Königreich entschieden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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