Nach westlichen Sanktionen Ägypten bietet sich Russland als Partner an

In der angespannten weltpolitischen Lage erscheint die Partnerschaft gerade zu logisch – und gleichermaßen besorgniserregend: Russland und Ägypten, beide international isoliert, wollen im Rüstungshandel kooperieren.
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Sie wirken entspannt: Russlands Präsident empfängt Ägyptens neuen Machthaber al-Sisi in Moskau zu Wirtschaftsverhandlungen. Quelle: Reuters

Sie wirken entspannt: Russlands Präsident empfängt Ägyptens neuen Machthaber al-Sisi in Moskau zu Wirtschaftsverhandlungen.

(Foto: Reuters)

MoskauRusslands Präsident Wladimir Putin hat bei einem Besuch seines ägyptischen Kollegen Abdel Fattah al-Sisi über die Lieferung russischer Rüstungsgüter nach Ägypten und den Beitritt des Landes zu einer von Moskau geführten Freihandelszone gesprochen. „Das gesamte Volk Ägyptens verfolgt genau meinen Besuch und erwartet eine enge Kooperation zwischen unseren Staaten“, sagte al-Sisi laut russischen Nachrichtenagenturen bei dem Besuch am Dienstag. Das Fernsehen zeigte die beiden Politiker bei einem Spaziergang durch ein Skigebiet am Schwarzen Meer.

Al-Sisi dankte Putin laut den Berichten, ihn als erster Staatsführer außerhalb der arabischen Welt eingeladen zu haben. Russland hatte umgehend die Chance ergriffen, sich einen größeren Teil des ägyptischen Rüstungsmarkts zu sichern, nachdem die USA ihre Waffenlieferungen infolge des brutalen Vorgehens al-Sisis gegen die islamistische Muslimbruderschaft ausgesetzt hatten. So reisten im November die russischen Außen- und Verteidigungsminister nach Kairo, um mit der neuen ägyptischen Führung über Waffenlieferungen zu sprechen.

Laut der russischen Zeitung „Wedomosti“ stehen die beiden Länder kurz vor dem Abschluss eines Waffengeschäfts im Umfang von 2,2 Milliarden Euro, das von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten finanziert werden soll. Dabei geht es um die Lieferung von Kampfflugzeugen des Typs Mig-29 und Kampfhelikoptern. Zudem ist Kairo am Kauf von Boden-Luft-Raketen für seine Luftabwehr interessiert. Darüber hinaus hat al-Sisi Medienberichten zufolge Interesse bekundet, einer Freihandelszone mit Russland, Weißrussland und Kasachstan beizutreten.

  • afp
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4 Kommentare zu "Nach westlichen Sanktionen: Ägypten bietet sich Russland als Partner an"

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  • Na ja, ein Handelsraum von Wladiwostok bis Lissabon , haben wir abgelehnt...was bleibt d. Russen noch übrig ?
    Die Schlafwandler sind hier wieder sehr aktiv....leider

  • "Ägypten bietet sich Russland als Partner an"......weil der Westen mal wieder zu dumm ist die Chancen zu sehen. Wandel durch handel ist immer noch eine gute Option.

    Grundsätzlich ist es schon schlimm. das land liegt danieder, viele Menschen haben keine Arbeit, kein Einkommen, leben von der Hand in den Mund. Die Schulbildung ist unter aller sau, keine Perspektive für die Jugend. Und dann soviel geld in die Rüstung zu stecken ist schon pervers.

  • Achaj,

    - wo bleibt die Ausweertung des Flugschreibers
    - wo beliben die Satteliten Bilder?


    Ich sage nur: "Massenvernichtungswaffen im Irak"

  • Russland und Putin vertreten geopolitische Interessen, die jeder nachvollziehen kann, der sich dafür interessiert. Gut belegbar seit „Iwan dem Schrecklichen“. Sämtliche Primär- und Sekundärquellen sind bekannt.

    Die Reaktion des Westens seit Krim oder Ukraine besteht darin, diese Politik für richtig oder falsch zu halten und das stets aus der Sicht des Westens, aber nicht aus der objektiven Analyse der Interessenlage der anderen. Durchdenkt man das Ganze noch etwas sorgfältiger, kann man ziemlich sicher voraussagen, wie sich diese Kontroverse entwickeln wird.

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