Nach zwei Monaten
Italien liefert mumaßlichen Rucksackbomber aus

Der in Rom gefasste mutmaßliche Rucksachbomber von London ist an Großbritannien ausgeliefert worden. Mit einer von den italienischen Behörden zur Verfügung gestellten Maschine wurde der Äthiopier Hamdi Adus Issac heute nach London geflogen, nachdem er knapp zwei Monate in einem römischen Gefängnis verbracht hatte, berichtete das italienische Fernsehen.

HB ROM. Beim Verlassen der Strafanstalt in Rom sei der 27-Jährige von Scotland-Yard-Beamten in Empfang genommen worden, hieß es.

Ein italienisches Gericht hatte bereits Mitte August die Auslieferung des Mannes angeordnet, der stets betont hatte, in Italien bleiben zu wollen. Das Kassationsgericht in Rom hatte das Urteil in der vergangenen Woche bestätigt und bestimmt, dass Issac innerhalb von zehn Tagen nach Großbritannien geflogen werden musste. Dort hoffe er jetzt auf einen gerechten Prozess, sagte seine italienische Anwältin.

Issac, der in London unter dem somalischen Namen Osman Hussein lebte, war Ende Juli am Stadtrand Roms festgenommen worden und hatte kurz danach seine Beteiligung an den fehlgeschlagenen Londoner Bombenanschlägen vom 21. Juli gestanden. Bei dem Attentat auf eine U-Bahn nahe der Station Sheperds Bush habe er jedoch kein Blutbad anrichten, sondern lediglich eine „demonstrative Aktion“ durchführen wollen, beteuert er seither. Diese These wolle er auch vor dem Gericht in London verteidigen, hieß es.

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