Nach zwei Wochen
Deutsche Geisel in Nigeria wieder frei

Der Deutsche Guido Schiffarth ist wieder frei. Nigerianische Rebellen haben ihn nach zweiwöchiger Geiselhaft freigelassen. Dies teilten die nigerianischen Behörden am Samstag mit.

HB PORT HARCOURT. Der 62-Jährige sei über Nacht unverletzt auf freien Fuß gesetzt worden, sagte ein Sprecher des südnigerianischen Bundesstaates River State. Er zitierte Schiffarth mit den Worten: „Ich wurde gut und mit Respekt behandelt.“ Der Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger war am 3. August in der Hafenstadt Port Harcourt aus seinem Auto heraus entführt worden. Dabei hatten sich die Geiselnehmer als Soldaten verkleidet. Seit bald einer Woche ist zudem ein weiterer Deutscher in der Hand von Rebellen. Er war am Sonntagabend gemeinsam mit weiteren Ausländern ebenfalls im ölreichen Süden verschleppt worden.

Das Auswärtige Amt in Berlin erklärte lediglich: „Wir bestätigen, dass eine der deutschen Geiseln freigekommen ist.“ Zu Einzelheiten wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Allein im August haben Rebellen in der Region sechsmal Mitarbeiter der Ölindustrie entführt. Sieben dabei entführte Menschen befinden sich noch in Geiselhaft, zehn wurden zwischenzeitlich wieder freigelassen. Die Rebellen verlangen einen größeren Anteil am Ölreichtum ihrer Heimat. Nigeria ist der größte Ölproduzent Afrikas.

Bei den Geiselnehmern Schiffarths handelte es sich um eine wenig bekannte Rebellengruppe. Sie hatte von seinem Arbeitgeber gefordert, mehr Menschen in der Region Arbeit zu geben. Zudem wollten sie die Freilassung zweier ihrer Anführer erreichen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%