Nachbeben in Japan
Wasserstoff-Explosion und Tsunami-Warnung

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TokioEinem schweren Nachbeben in Japan folgte eine Explosion im Atomkraftwerk.

Das Beben der Stärke 6,2 erschütterte die japanische Hauptstadt um kurz nach 10.00 Uhr Ortszeit, berichtete der Sender NHK unter Berufung auf Behörden. Im Atomkraftwerk Fukushima I gab es danach erneut eine Wasserstoffexplosion.

Betroffen war der Reaktor 3 der Anlage, wie ein Vertreter der japanischen Atomenergiebehörde bestätigte. Regierungssprecher Yukio Edano sagte am Montag, die Stahlhülle von Reaktor 3 sei nach Angaben der Betreiberfirma Tepco unbeschädigt. Techniker hätten am Sonntag noch versucht, den Reaktor mit Meerwasser abzukühlen. Jedoch sei der Wasserstand abgesunken, was zu weiterem Druck führte.

Die Angaben über Verletzte bei der Explosion widersprechen sich. Vertreter der Betreiberfirma Tepco berichteten von mehreren Verletzten. Regierungssprecher Yukio Edano hatte dagegen noch Minuten zuvor erklärt, es habe keine Verletzten gegeben.

Am Samstag hatte es eine Explosion in Block 1 desselben Kraftwerks gegeben. Mit dieser sei die aktuelle Explosion Block 3 vergleichbar.

Nach Angaben des Fernsehsenders NHK hat die Regierung kurz nach dem Nachbeben gewarnt, bereits in Kürze werde ein Tsunami von bis zu fünf Metern Höhe die Küste Japans erreichen. Bis zu fünf Meter hohe Wellen werden in Ofunato in der Präfektur Iwate erwartet und drei Meter hohe Wellen in Fukushima. Etwa eine halbe Stunde später teilte die japanische Wetterbehörde mit, es sei kein Tsunami registriert worden.

Immer wieder hielten seit Freitag Nachbeben die Menschen seither in Atem. Auch vor einem neuen schwereren Erdstoß wurde gewarnt.

Auch am Flughafen Narita bei Tokio war das jetzige Nachbeben zu spüren. Die Abflughalle wackelte heftig, eine Warndurchsage wurde gemacht, berichtete eine Reporterin der Nachrichtenagentur dpa. Reisende seien erschrocken aufgesprungen. Mitarbeiter der Airlines riefen die Anwesenden auf, sich auf den Boden zu hocken.

dpa/Reuters/dapd

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