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Nachdrucke: Eindeutige Vorbereitungen zur Wahlfälschung in Afghanistan entdeckt

Die Zentrale Sicherheitsbehörde Afghanistan musste einräumen, dass nachgeahmte Wahlscheine in Umlauf sind. Zu Betrugsfällen soll es allerdings nicht kommen, denn die Karten können scheinbar nicht verwendet werden.

HB KABUL. Kurz vor der Parlamentswahl sind in Afghanistan Tausende gefälschte Wahlkarten entdeckt worden.

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Nachdrucke von Registrierungsscheinen seien in der westlichen Provinz Herat, im Norden in Kundus und Baghlan sowie den unruhigen östlichen Bezirken Nuristan und Paktia gefunden worden, teilten die von den Vereinten Nationen unterstützte Kommission für Wahlbeschwerden (ECC) und die Stiftung für freie und faire Wahlen in Afghanistan (FEFA) am Dienstag mit. Wer hinter den Fälschungen steht war zunächst unklar. In einigen Medienberichten war die Rede von bis zu drei Mio. Imitationen - dies entspricht gut einem Sechstel der 17,5 Mio. registrierten Wähler.

Die zentrale Sicherheitsbehörde des Landes gestand ein, dass nachgeahmte Scheine im Umlauf seien. Es seien Maßnahmen eingeleitet worden, um deren Verwendung zu unterbinden. Nähere Angaben machte sie nicht. Auch der Leiter der afghanischen Wahlkommission (IEC) versuchte zu beruhigen. Originale seien aufgrund spezieller Sicherheitsmerkmale leicht von Fälschungen zu unterscheiden. Zu Betrugsfällen werde es nicht kommen, da die gefälschten Karten nicht verwendet werden könnten, sagte Fasal Ahmad Manawi. Der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura erklärte, Betrugsversuche seien reine Zeitverschwendung. Er verwies darauf, dass die Finger der Wähler nach der Stimmabgabe mit Tinte markiert würden. Dies solle eine mehrfache Stimmabgabe verhindern.

Nach den Unregelmäßigkeiten bei der Präsidentenwahl gilt die Abstimmung am Samstag als Test für die Glaubwürdigkeit von Staatschef Hamid Karsai und die Stabilität des Landes.

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