Nachfolge von Panetta
Petraeus wird neuer CIA-Chef

Der ehemalige US-General David Petraeus ist am Dienstag als neuer Chef des Geheimdienstes CIA vereidigt worden. Er löst Leon Panetta ab, der mittlerweile US-Verteidigungsminister ist.
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WashingtonJetzt ist es offiziell: Der frühere Oberkommandierende der internationalen Truppen in Afghanistan, David Petraeus, hat seinen Posten als neuer Chef des US-Geheimdienstes CIA angetreten. In einer Zeremonie im Weißen Haus mit Vizepräsident Joe Biden legte der pensionierte Vier-Sterne-General am Dienstag seinen Amtseid ab. Der 58-Jährige folgt Leon Panetta (73) nach, der im Juni an die Spitze des Verteidigungsministeriums gewechselt war.

Petraeus kommandierte zuletzt rund ein Jahr lang die Schutztruppe Isaf und damit rund 140.000 Nato-Soldaten in Afghanistan. Im Irakkrieg hatte er die US-Truppen nach Bagdad geführt. Seine militärische Karriere dauerte 37 Jahre. Die Uniform hängte der von beiden Parteien - Demokraten und Republikanern - gleichermaßen hochrespektierte Petraeus schließlich in der vergangenen Woche für den Posten bei der CIA an den Nagel.

Er sei aus dem Militär ausgeschieden, um nicht mehr „als der Mann in Uniform“ zu gelten, sagte er kürzlich in einem Interview. Ungeachtet dessen erwarten viele Experten, dass sich unter Petraeus die in den vergangenen Jahren eingeleitete Verzahnung zwischen Militär und Geheimdiensten weiter verstärken wird. So wies etwa die „New York Times“ darauf hin, dass schon Panetta daran gearbeitet habe, die CIA in eine „paramilitärische Organisation“ umzubauen.

Als Zeichen dafür wertete das Blatt die Mitarbeit des Geheimdienstes bei Drohnenangriffen in Pakistan. Petraeus selbst habe als Oberbefehlshaber in Afghanistan mit CIA-Sondereinsätzen Erfahrungen gesammelt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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