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Nachfolger von Clinton: Kerry wird Obamas neuer Außenminister

John Kerry bekommt eine zweite Chance: Der Ex-Präsidentschaftskandidat ist von US-Präsident Barack Obama für das Amt des neuen Außenministers nominiert worden. Der Senat muss ihn noch bestätigen.

Er könnte der zukünftige US-Außenminister sein: John Kerry. Quelle: Reuters
Er könnte der zukünftige US-Außenminister sein: John Kerry. Quelle: Reuters

WashingtonUS-Senator John Kerry soll neuer Außenminister werden. Präsident Barack Obama nominierte den 69-Jährigen am Freitag als Nachfolger von Hillary Clinton. Es gilt als sicher, dass der Senat die Ernennung bestätigt.

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Ursprünglich galt die Spitzendiplomatin Susan Rice als erste Wahl für die Nachfolge Clintons. Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nation verzichtete jedoch auf das Amt, weil sie wegen Äußerungen über den Anschlag auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi in die Kritik der Republikaner geraten war.

„Ich weiß, dass Sie ein hervorragender Außenminister sein werden“, sagte Obama an der Seite Kerrys bei der offiziellen Ankündigung der Personalie. Kerry sei außerordentlich für das Amt qualifiziert, sagte Obama im Weißen Haus. „Er hat seit 30 Jahren bei allen wichtigen außenpolitischen Entscheidungen eine größere Rolle gespielt.“ Führende Politiker in aller Welt respektierten Kerry.

Hillary Clinton kuriert zurzeit eine Gehirnerschütterung aus und war daher bei der Bekanntgabe der Nominierung nicht an Obamas Seite. Er habe aber mit ihr gesprochen, sagte der Präsident. Sie sei guter Stimmung „und könnte nicht begeisterter“ über seine Entscheidung für Kerry sein. Obama würdigte zugleich Clintons „hervorragende“ Leistung als Ministerin, ihre „unermüdliche Arbeit“.

Clinton selbst gratulierte Kerry und bescheinigte Obama, eine „exzellente“ Wahl getroffen zu haben. Als Sohn eines Karrierediplomaten liege Kerry „die Diplomatie im Blut“, hieß es in einer schriftlichen Erklärung. Als Veteran wisse er, was es bedeute, die Nation und ihre Werte zu verteidigen. Als ein führender Senator habe er es verstanden, Koalitionen zu bilden und Kompromisse zu schmieden. „Als ein Staatsmann, der rund um die Welt respektiert ist, wird er fähig sein, Amerikas globale Führungsrolle aufrechtzuerhalten und auszuweiten“, erklärte Clinton.

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Mit den Initialen JFK schien für John Kerry (69) die Politikkarriere vorbestimmt zu sein. Wie sein Vorbild John F. Kennedy wollte der drahtige Ostküsten-Katholik John Forbes Kerry US-Präsident werden. Dass es im Wahlkampf 2004 gegen George W. Bush nicht reichte, lag auch am elitären und mitunter steifen Auftreten des 1,93 Meter großen Diplomatensohns mit dem markanten Kinn.

In der zweiten Reihe der US-Politik zählt der demokratische Senator aus Massachusetts seit Jahrzehnten zu den profilierten Außenpolitikern. Kerry hat nicht zuletzt mit schwierigen Missionen in Afghanistan und Pakistan Vertrauen gewonnen. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses war der erste US-Politiker, der Ägyptens neu gewählten Präsidenten Mohammed Mursi traf.

Präsident Barack Obama hatte Kerry im vergangenen Wahlkampf als Trainingspartner für die TV-Rededuelle gegen den republikanischen Herausforderer Mitt Romney ausgewählt. Als US-Außenministerin Hillary Clinton ihren Rückzug von der Politik ankündigte, musste es sich Kerry dennoch gefallen lassen, nicht die erste Wahl für die Nachfolge zu sein.

Als Obamas Wunschkandidatin wurde die UN-Botschafterin Susan Rice gehandelt. Die scharfzüngige Spitzendiplomatin gab ihre Karrierepläne aber auf, nachdem die Republikaner ihre Informationspolitik nach einer Attacke auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi massiv attackiert hatten.

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