Nachwahl
Irische Regierungspartei erleidet Schlappe

Im krisengeschüttelten Irland hat die Regierungspartei Fianna Fail eine Nachwahl zum Parlament verloren. Die Abstimmung war Überschattet von der Schuldenkrise des Landes und dem harten Sparkurs, den die Regierung einschlagen musste.
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HB STANOLAR. Die stellvertretende Ministerpräsidentin Mary Coughlan räumte am Freitag die Niederlage ein. „Es ist offensichtlich, dass der Kandidat von Sinn Fein, Pearce Doherty, gewonnen hat. Ich gratuliere ihm und wünsche ihm alles Gute“, sagte Coughlan dem Fernsehsender RTE.

Nach einer ersten Auszählung der Stimmen erhielt die links-nationalistische Sinn Fein im nordwestlichen Wahlkreis Donegal 39,9 Prozent der Stimmen. Auf den Kandidaten der Fianna Fail entfielen 21,3 Prozent der Stimmen. Die Anwohner in Donegal stimmten über einen verwaisten Parlamentssitz ab. Durch das Ergebnis schmilzt die ohnehin schon knappe Mehrheit der Regierung von Premierminister Brian Cowen auf zwei Stimmen Vorsprung zusammen.

Irland hatte sich nach langem Hin und Her unter den Rettungsschirm der Euro-Zone geflüchtet. Mit einem drastischen Sparkurs stemmt sich das Land gegen den finanziellen und politischen Abgrund. Die Regierung steht deshalb unter massivem Druck. Ministerpräsident Cowen setzte für Januar Neuwahlen an. An seinem Amt hält er trotz Forderungen nach einem Rücktritt fest.

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