Nafta-Freihandelsabkommen
Neuverhandlungen kommen nicht voran

In der fünften Runde ringen Mexiko, Kanada und die USA derzeit um den Erhalt der Nafta. Trump hofft durch Neuverhandlungen auf eine Verringerung des US-Handelsdefizits. Doch Mexiko will die Forderungen nicht akzeptieren.
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Mexiko-StadtDie USA, Mexiko und Kanada haben auch bei der fünften Runde der Neuverhandlungen des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta keine wesentlichen Streitfragen ausräumen können. Gleichwohl solle es im Dezember in Washington ein weiteres Treffen und im Januar im kanadischen Montreal eine sechste Verhandlungsrunde geben, teilten die Länder am Dienstag nach Ende ihrer Zusammenkunft in Mexiko-Stadt mit. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer kritisierte allerdings, es gebe bislang keine Hinweise darauf, dass Mexiko und Kanada ernsthaft an einem ausbalancierten Abkommen interessiert seien.

US-Präsident Donald Trump will das seit 1994 bestehende Abkommen neu verhandeln. Er hat den Pakt als ein Desaster bezeichnet, das Arbeitern in den USA geschadet und viele Jobs gekostet habe. Befürworter halten dem entgegen, dass durch das Freihandelsabkommen in den USA Jobs geschaffen worden und die Probleme in der Industrie eher auf Konkurrenz aus China zurückzuführen seien.

Die USA haben in den Verhandlungen nach eigenen Angaben das Ziel, das US-Handelsdefizit durch einen besseren Zugang zu den kanadischen und mexikanischen Märkten zu verringern. Trump hat zeitweilig gedroht, Nafta aufzukündigen, falls in den Verhandlungen keine Verbesserungen für die USA erzielt werden.

Für Mexikos Wirtschaft ist Nafta ein Eckpfeiler. Etwa 80 Prozent der Ausfuhren des Landes gehen in die USA. Vor allem für Zulieferer in der Autoindustrie wäre eine Einschränkung des Marktzugangs in die weltgrößte Volkswirtschaft ein schwerer Schlag.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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