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21.05.2006 
Stichwahl

Nagin gewinnt Bürgermeister-Stichwahl in New Orleans

Ray Nagin bleibt Bürgermeister von New Orleans.

HB NEW ORLEANS. In der Stichwahl gegen den Vize- Gouverneur des Bundesstaates Louisiana, Mitch Landrieu, setzte er sich am Samstag knapp durch. Nagin schlug in seiner Siegesrede versöhnliche Töne gegenüber der Bundes- und Landesregierung an und versprach, die immer noch zu weiten Teilen nach dem Hurrikan „Katrina“ zerstörte Südstaaten-Metropole wieder aufzubauen. Der Ausgang trotzte den Prognosen mehrerer Experten. Nach kontroversen Bemerkungen des Schwarzen Nagin zu Rassenfragen hatten sie nicht eine so hohe Zustimmung der weißen Wähler erwartet.

„Wir sind breit, loszulegen“, sagte Nagin. „Wir haben Bürger im ganzen Land, die in die Stadt New Orleans zurückkehren wollen und wir werden sie alle in die Stadt New Orleans zurückholen.“

Er bedankte sich bei der Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, und Präsident George W. Bush. „Sie und ich waren vermutlich die am meisten angefeindeten Politiker des Landes“, sagte Nagin an Bush gerichtet. Kurz nach der Hurrikan- Katastrophe hatte sich Nagin in deutlichen Worten über mangelnde Unterstützung durch Bund und Land beschwert. Sein Plan zum Wiederaufbau von New Orleans hängt jedoch von Milliarden-Hilfen des Bundes ab.

Nagin erhielt 52 Prozent der Stimmen dank der Unterstützung von schwarzen wie weißen Wählern. Im Wahlkampf hatte er davon gesprochen, dass New Orleans als „Schokoladen-Stadt“ wiederaufgebaut werden sollte, was von vielen als eine Bevorzugung von Schwarzen interpretiert wurde. Nagin entschuldigte sich später für die Bemerkung. Sein Gegenkandidat Landrieu hatte der erste weiße Bürgermeister der Stadt werden wollen, seitdem sein Vater Moon Landrieu das Amt 1978 verließ. Er räumte seine Niederlage ein und sagte zu, sich für das Wohl der Stadt einsetzen zu wollen.

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