Naher Osten
EU-Staaten kritisieren Israels Siedlungsbau

Mit scharfen Worten haben Deutschland und drei weitere EU-Mitglieder auf den forcierten Bau jüdischer Siedlungen im Palästinensergebiet reagiert. Dies gefährde die angestrebten Ziele zur Lösung des Nah-Ost-Konflikts.
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New YorkDie vier europäischen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats haben am Dienstag den Beschluss Israels zur Beschleunigung des Siedlungsbaus im Westjordanland stark kritisiert. Deutschland, England, Frankreich und Portugal bezeichneten die Entscheidung in einer gemeinsamen Mitteilung als eine „vollständig negative“ Entwicklung.

„Wir rufen die israelische Regierung dazu auf, diese Schritte rückgängig zu machen. Die Entwicklungsfähigkeit eines Palästinenserstaates, die wir gerne sehen würden, ist durch den systematischen Siedlungsausbau ebenso gefährdet wie die Zweistaaten-Lösung, die für eine langfristige Sicherheit Israels notwendig ist“, heißt es in der Mitteilung, die nach einer geschlossenen Sitzung des Sicherheitsrates veröffentlicht wurde. Die israelische Regierung wurde zudem aufgefordert, politischen Willen und Führungskraft zu beweisen, um die Verhandlungen mit den Palästinensern aus der gegenwärtigen Sackgasse zu holen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Nachdem am 14. Mai 1948 der Staat Israel ausgerufen wurde, erklärten die arabischen Staaten mit ihren 160 Millionen Menschen dem gerade geborenen Judenstaat mit seinen nur 650.000 Einwohnern (240 Araber gegen 1 Juden) den Krieg. In der festen Überzeugung, „die Juden ins Meer zu treiben“, forderten die arabischen Kriegsherren die arabischen Bewohner Israels auf, für zwei Wochen ihre Häuser zu verlassen, weil „unsere Bomben nicht zwischen Juden und Araber unterscheiden können!“ So flohen tausende Araber, nicht vor den Israelis (!), sondern vor den Bomben ihrer Brüder. Als wider Erwarten Israel siegte, waren die Araber draußen jenseits der Grenze.
    Anstatt dass die Araber ihre Brüder integrierten und ihnen die von Juden verlassenen Immobilien überließen, mussten doch zur gleichen Zeit 680.000 Juden ihre arabischen Länder verlassen und Haus und Hof ohne Entschädigung zurücklassen, pferchte man sie in Flüchtlingslager. Zu dem palästinensischen Volksmythos kam inzwischen noch der islamische Fundamentalismus, der gegen jede Koexistenz mit Israel ist, und „nicht eher ruhen (will), bis jeder Quadratzentimeter palästinensischen Bodens von den israelischen Besatzern befreit und Jerusalem die Hauptstadt des Palästinenserstaates ist“.

  • --Man könnte denken, da spricht ein SS-Mann. Aber es handelt sich hierbei um Israelsiche Bürger --

    Denken Sie, dass Israel ein Staat der Schande geworden ist? -

    „Nein. Wir sind nicht ein Staat der Schande oder eine üble Gesellschaft. Aber wir haben das Gefühl für Schändliches verloren. Wir sind gleichgültig und blind geworden. Wir empfinden nichts mehr und sehen nichts mehr.

    Erst letzte Woche besuchte ich ein wohl bekanntes Gymnasium in Jerusalem. Eine ganze Reihe der Schüler, mit denen ich sprach, erzählten mir schreckliche Dinge.

    Sie sagten: wenn wir Soldaten sind, werden wir alte Leute, Frauen und Kinder töten, ohne uns Gedanken darüber zu machen. Wir werden sie vertreiben, wir setzen sie in Flugzeuge und fliegen sie in den Irak. Wir werden Hunderttausende von ihnen ausfliegen. Millionen. Und die meisten der Schüler im Auditorium klatschten zu diesen Äußerungen Beifall.

    Sie unterstützten sie sogar dann, als ich einwarf, so haben die Leute vor 60 Jahren in Europa geredet. Ich bin also wirklich beunruhigt, sogar alarmiert. Ich glaube, wir verinnerlichen immer mehr eine Norm, die nicht die unsere ist..... Avraham Burg - Quelle


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