Nahost-Einsatz
Mehr deutsche Soldaten in den Libanon

Deutschland wird deutlich mehr als 2000 Soldaten in einem Marineverband zum Schutz der libanesischen Gewässer entsenden. Nach Informationen aus Fraktions- und Bundeswehr-Kreisen vom Freitag wird das Bundestagsmandat für den UN- Einsatz auch Sanitäter und Ersatzkräfte umfassen und somit über den bisher genannten 1200 Soldaten liegen.

HB TEL AVIV/DAMASKUS/BERLIN. BND-Chef Ernst Uhrlau wurde nach libanesischen Angaben zu Gesprächen über einen Gefangenenaustausch in Beirut erwartet. Für die Freilassung der von Hisbollah-Kämpfern verschleppten zwei israelischen Soldaten fordert die radikal-islamische Organisation, dass eine größere Zahl ihrer in Israel inhaftierten Mitglieder freikommt.

Die Bundesregierung hat alle Vorkehrungen getroffen, um nach Vorliegen der förmlichen UN-Anfrage Beiruts rasche Beschlüsse zu fassen. Die Bundestags-Abstimmung wird am Freitag kommender Woche erwartet - es wird mit einer klaren Mehrheit gerechnet. „Wir sind darauf eingerichtet, dass wir schnell handeln können“, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm.

Israel forderte vor Beginn von Gesprächen über einen Gefangenenaustausch mit dem Libanon ein Lebenszeichen der beiden Soldaten, die am 12. Juli verschleppt worden waren. Vorbedingung sei zudem, dass die beiden Israelis an die libanesische Regierung übergeben werden, zitierte die israelische Tageszeitung „Jediot Achronot“ ranghohe Regierungsvertreter in Jerusalem.

Der Sonderbeauftragte der israelischen Regierung für die Freilassung der Soldaten, Ofer Dekel, sei vor einigen Tagen in geheimer Mission in Deutschland gewesen. Uhrlau stehe an der Spitze einer Vermittlerdelegation, hatte die libanesische Zeitung „Al-Safir“ berichtet.

Syrien ist nach den Worten von UN-Generalsekretär Kofi Annan bereit, alle erforderlichen Maßnahmen für einen Stopp von Waffenlieferungen an die Hisbollah umzusetzen. Nach einem Treffen mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sagte Annan am Freitag in Damaskus, Assad unterstütze auch die Entwaffnung der Milizen im Libanon und sei zu „normalen diplomatischen Beziehungen“ mit Beirut bereit.

Seite 1:

Mehr deutsche Soldaten in den Libanon

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%