Nahost
Experte sieht Zusammenhang zwischen Libanon- und Iran-Konflikt

Trotz der fehlenden Antwort des Iran sollte die internationale Gemeinschaft nach Einschätzung des Nahost-Experten Volker Perthes dem Land im Atomstreit mehr Zeit lassen. Zudem sieht er einen Zusammenhang mit der Krise im Libanon.

HB BERLIN. Perthes, Leiter der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), sagte dem Handelsblatt: "Es wäre klug, mit Aktionen des Uno-Sicherheitsrats bis zum 22. August zu warten". Bis dahin hat Iran ja eine Antwort zugesagt, danach ließe sich leichter argumentieren. "Auf drei Wochen kommt es nicht an", sagte der Nahost-Experte.

Perthes sieht zudem einen Zusammenhang der Krisen im Libanon und dem Iran-Konflikt. "Wir erleben eine Eskalation an vier bis fünf Fronten im Nahen und Mittleren Osten - auch im Irak und in Afghanistan." Amerikaner und Europäer hätten den eigentlichen Nahost-Konflikt nicht mehr richtig beachtet, weil sie vor allem auf den Atomkonflikt mit Iran geschaut hätten. "Auf jeden Fall wird die moderate libanesische Regierung durch das Vorgehen der Hisbollah-Miliz und Israels Antwort geschwächt. Das ist die traurige Logik."

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