Nahost-Gespräche: Kerry trifft Abbas in Paris

Nahost-Gespräche
Kerry trifft Abbas in Paris

US-Außenminister Kerry liegen die Nahost-Verhandlungen am Herzen: Kurzfristig traf er sich in Paris zu Gesprächen mit Abbas. Die US-Außenamtssprecherin Psaki sprach von einem „wichtigen Punkt“ in den Verhandlungen.

ParisUS-Außenminister John Kerry dringt weiter auf ein Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern. Am Ende seiner Asien-Reise sprach er am Mittwochabend bei einem kurzfristigen Abstecher in Paris mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas über den Stand der Nahost-Verhandlungen. Kerry traf auch seine Kollegen aus Frankreich und Jordanien, Laurent Fabius und Nassar Judeh. Kerry setzt sich seit Monaten mit großem Engagement für eine Lösung des jahrzehntelangen Konflikts ein, doch gibt es bisher kaum Fortschritte.

Die Treffen in Paris hätten „an einem wichtigen Punkt in den Verhandlungen“ stattgefunden, teilte Außenamtssprecherin Jennifer Psaki mit. Es sei angemessen gewesen, dass Kerry einige Stunden über die Kernpunkte mit Abbas gesprochen habe. Begleitet wurde der Amerikaner vom US-Gesandten für die Friedensgespräche, Martin Indyk.

Kerry hatte im Januar bei einer Reise in den Nahen Osten seine Ideen für Kompromisslösungen für die Kernprobleme des Nahostkonflikts zwischen Israel und Palästinensern dargelegt. Der israelische Armeerundfunk berichtete am Mittwoch unter Berufung auf US-Diplomaten, Washington wolle Israel drängen, den Ausbau isolierter Siedlungen im besetzten Westjordanland zu stoppen. Die Forderung betrifft demnach kleinere Siedlungen jenseits der großen Siedlungsblöcke, die Israel im Fall eines Friedensschlusses zu behalten hofft.

Abbas hatte am Dienstag betont, alle Fragen, einschließlich der Flüchtlingsfrage, müssten im Einklang mit dem internationalem Recht gelöst werden. Am Sonntag hatte er gemäßigte Töne zum Rückkehrrecht palästinensischer Flüchtlinge und zur Zukunft von Jerusalem angeschlagen - zwei der umstrittensten Themen des Friedensprozesses. So sagte Abbas, er wolle "Israel nicht fluten" mit Flüchtlingen. Israel fürchtet, dass im Fall der Gewährung eines Rückkehrrechts letztlich so viele Flüchtlinge kommen würden, dass der jüdische Charakter des Staates verlorenginge

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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