Nahost
Israel nimmt Premier-Tochter fest

Sie wollte ihren Verlobten in einem israelischen Gefängnis besuchen, durfte aber nicht nach Israel einreisen. Da bediente sich die Tochter des Ministerpräsidenten Ismail Hanija einer List - und wurde prompt erwischt. Dafür saß sie eine zeitlang selber.

HB JERUSALEM. Kaula Hanija habe einen palästinensischen Häftling in einem Gefängnis in Südisrael besuchen wollen, teilte die Polizei mit. Dies sei aber nur Angehörigen der Gefangenen gestattet. Kaula Hanija habe jedoch eine falsche Geburtsurkunde vorgelegt, die sie als Schwester des Häftlings ausgewiesen habe. „Sie ist nicht seine Schwester, Frau oder Mutter und hat kein Recht, diesen Gefangenen zu besuchen“, sagte eine Polizeisprecherin. Nach einer kurzen Befragung wurde sie wieder auf freien Fuß gesetzt und konnte in den Gazastreifen zurück.

Wen die knapp 20-Jährige besuchen wollte, teilte die Polizei nicht mit. Allerdings hieß es, es gehe um einen Mann, der eine 15-jährige Haftstrafe wegen versuchten Mordes absitze. Medienberichten zufolge ist Kaula Hanija mit dem Mann verlobt. Den Wärtern zufolge habe Kaula Hanija eingeräumt, mit einer ähnlichen Taktik bereits mehrfach in das Gefängnis gelangt zu sein, sagte ein anderer Polizeisprecher. Sie war vom Gazastreifen aus eingereist, wie es Familienangehörigen von palästinensischen Gefangenen in Israel erlaubt ist. Ihr Vater äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall. Das ranghohe Hamas-Mitglied hat 13 Kinder und leitet die von den Moslem-Extremisten geführte Palästinenser-Regierung. Die Hamas hat sich der Vernichtung Israels verschrieben.

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