Nahost-Konferenz
10 000 Soldaten in den Libanon

Einen Tag vor der internationalen Nahost-Konferenz in Rom hat sich Israel unnachgiebig gezeigt. Der Kampf gegen die radikal-islamische Hisbollah im Libanon werde mit „härtesten Mitteln“ fortgesetzt, kündigte Ministerpräsident Ehud Olmert am Dienstag bei einem Besuch von US-Außenministerin Condoleezza Rice an.

HB JERUSALEM/BEIRUT/ROM. Nach Medienberichten will Rice bei dem Treffen an diesem Mittwoch die Entsendung einer internationalen Truppe von mindestens 10 000 Mann in den Südlibanon vorgeschlagen.

Vertreter von mehr als einem Dutzend Staaten nehmen an dem Nahosttreffen in der italienischen Haupstadt Rom teil, darunter neben Rice auch Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier. UN- Generalsekretär Kofi Annan traf mit hohen Erwartungen in Rom ein: „Wir dürfen auf keinen Fall mit leeren Händen wieder auseinander gehen.“

US-Außenministerin Rice, die bei ihrer Nahostreise auch mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammentraf, bekräftigte ihre Forderung nach einer Waffenruhe, jedoch „nicht um jeden Preis“. Langfristiges Ziel sei ein „tragfähiger Frieden“ in Nahost. Nach Informationen des US-Senders CNN wollen die USA zur Befriedung des Libanons mehr als 10 000 türkische und ägyptische Soldaten einsetzen. Diesen Vorschlag habe Rice bei ihrem Kurzbesuch in Beirut unterbreitet und auch mit der Regierung in Israel besprochen. Die Truppen sollten demnach unter NATO- oder UN-Kommando stehen und nach einer Waffenruhe stationiert werden. In einer zweiten Phase solle das internationale Kontingent auf 30 000 Soldaten aufgestockt werden und der libanesischen Armee helfen, die Kontrolle im von der Hisbollah-Miliz kontrollierten Südlibanon zurückzugewinnen.

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