Nahost-Konflikt
Angeblich 57 Libanesen verschüttet

Bei israelischen Luftangriffen auf grenznahe libanesische Dörfer sollen am Abend 57 Menschen in einstürzenden Häusern verschüttet worden sein. Zuvor waren 33 Landarbeiter im Osten des Landes bei einem der schwersten Angriffe seit Beginn des Krieges gestorben. Auch auf israelischer Seite werden wieder Opfer beklagt.

HB BEIRUT. Ein Angriff galt nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen der Ortschaft Taibeh rund fünf Kilometer von der israelischen Grenze entfernt. Dort seien sieben Personen unter den Trümmern eines zerstörten Hauses verschüttet worden. Die Menschen hatten in dem Gebäude Schutz gesucht. Bei dem zweiten Angriff wurde ein Gebäude in der ein Kilometer hinter der israelischen Grenze liegenden Ortschaft Aita al Schaab getroffen. Dort wurden Berichten zufolge 50 Menschen verschüttet.

Die israelischen Streitkräfte prüften die Berichte, erklärte ein Militärsprecher in Jerusalem. Er verwies außerdem darauf, dass die Bevölkerung im Süden Libanons wiederholt aufgefordert worden sei, das Gebiet zu ihrem eigenen Schutz zu verlassen.

Der Hisbollah-Miliz gelang es am Freitag, drei Raketen auf die Stadt Hadera abzufeuern, in der sich das mit Kohle betriebene größte Kraftwerk Israels befindet. Hadera liegt rund 75 Kilometer südlich der Grenze zum Libanon auf halber Strecke zwischen Tel Aviv und Haifa. Berichte über mögliche Tote oder Verletzte lagen laut Polizei zunächst nicht vor. Noch nie gelangten Hisbollah-Raketen südlicher. Das bisher südlichste Ziel der Hisbollah-Angriffe war die Ortschaft Beit Schean, rund 70 Kilometer von der Grenze entfernt, die am Mittwoch von mehreren Raketen getroffen worden war.

Vor dem Angriff auf Hadera hatte die libanesische Miliz am Freitag bereits rund 120 Raketen auf Nordisrael abgefeuert. Dabei wurden vier Israelis getötet, unter ihnen drei Araber, und mindestens weitere vier verletzt. Die Opfer seien Einwohner von Drusen-Dörfern im Norden Israels, berichteten israelische Medien. Damit seien seit Beginn des Krieges 30 Zivilisten getötet worden.

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