Nahost-Konflikt
Bombenanschlag in Israel vereitelt

Die israelische Polizei hat offenbar in letzter Minute einen verheerenden Bombenanschlag in Haifa vereitelt. Sie entschärfte am Wochenende eine Autobombe vor einem Einkaufszentrum in der im Norden des Landes gelegenen Hafenstadt, die vermutlich von palästinensischen Extremisten stammte.

HB HAIFA. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert sprach von versuchtem Massenmord und warnte vor weiteren Anschlägen. Medien zufolge bekannte sich die bislang wenig in Erscheinung getretene Palästinenser-Gruppe „Befreier Galiläas“ zu der Autobombe. Sie habe damit die Zerstörung palästinensischer Häuser in Jerusalem und die israelische Militäroffensive im Gazastreifen vom Dezember und Januar rächen wollen. Die vereitelte Attacke wäre der erste Bombenanschlag im israelischen Kernland seit langem.

Polizeiangaben zufolge war das Auto Samstagnacht wegen einer kleinen Explosion aufgefallen, bei der es sich möglicherweise um eine fehlgeschlagene Zündung der Bombe gehandelt habe. In dem Fahrzeug sei daraufhin ein großer Sprengsatz gefunden worden. Experten der Polizei hätten ihn unschädlich machen können. Eine große Katastrophe sei verhindert worden, sagte Olmert bei der wöchentlichen Kabinettssitzung. Er machte nicht direkt Palästinenser für den Anschlagsversuch verantwortlich, bezeichnete aber das Westjordanland als Sprungbrett für Terroranschläge in Israel.

Die Zahl der von Palästinensern aus dem besetzten Westjordanland heraus verübten Anschläge war in den vergangenen Jahren drastisch zurückgegangen. Israel macht dafür vor allem die Abriegelung des Gebiets durch eine Mauer verantwortlich.

Olmert warnte: „Wir sollten uns nichts vormachen. Die Versuche von Terrororganisationen, Anschläge in Israel, entlang seiner Grenzen und in seinem Kernland zu verüben, gehen weiter.“ Im vergangenen Jahr gab es einen palästinensischen Selbstmordanschlag in Israel. Bei vier weiteren Vorfällen steuerten Extremisten aus Ost-Jerusalem Autos oder Bulldozer in Menschenmengen hinein und töteten mehrere Menschen.

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