Nahost-Konflikt
Friedensgespräche dauern an

Israel und Palästina versuchen weiterhin, ein friedliches Übereinkommen zu finden. Doch der Streit um den Siedlungsausbau nimmt kein Ende und ein für beide Seiten tragbarer Kompromiss scheint nicht in Aussicht.
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JerusalemDie direkten Friedensgespräche zwischen Israelis und Palästinensern gehen ungeachtet des Siedlungsstreits weiter. Beide Seiten führten bei ihrer ersten Gesprächsrunde in der Region seit drei Jahren Verhandlungen bis in die Nacht. Der israelische Rundfunk meldete am Morgen, die fast fünfstündigen Gespräche in Jerusalem seien „ernsthaft“ gewesen.
Beide Seiten wollten sich bald wieder treffen, diesmal in Jericho im Westjordanland. Die USA haben den Unterhändlern vollständige Geheimhaltung der Gesprächsinhalte auferlegt, um die Verhandlungen nicht zu gefährden.
Die israelische Seite vertraten Zipi Livni und Izchak Molcho, die Palästinenser Saeb Erekat und Mohammed Schtajeh.

Ziel der von den USA vermittelten Verhandlungen sind ein Friedensabkommen binnen neun Monaten und ein unabhängiger Palästinenserstaat. Alle Kernprobleme des Nahost-Konflikts sollen auf den Tisch kommen, darunter der künftige Grenzverlauf, das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge, der Status von Jerusalem und Sicherheitsregelungen.

Der Streit um den fortwährenden israelischen Siedlungsausbau überschattet jedoch die Verhandlungen. Daran waren auch die letzten Friedensverhandlungen in der Region vor drei Jahren gescheitert

Kommentare zu " Nahost-Konflikt: Friedensgespräche dauern an"

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  • Ich finde, die Israelis sind sehr mutig! Die lassen jetzt Schwerkriminelle frei und wollen ernsthaft verhandeln. RESPEKT! Ich stelle mir mal vor die Niederländer würden uns ständig mit Raketen beschießen. Ich glaube, die Deutschen würden in die Niederlande einmarschieren und alles platt machen... So geht es aber den Israelis! Ich selbst war in Israel und über mir ist eine palästinensische Rakete hinweggeflogen. Da wird einem aber anders!!! Ich hoffe, dass der Friedensprozess voran kommt, aber ich kann die Israelis gut verstehen, wenn die nicht mehr verhandeln wollen.

  • Welchen Standpunkt die Hamas vertritt kann man nachlesen :

    Verhandlungen und Konferenzen lehnt die Charta als für die Anliegen der Palästinenser untaugliche „Zeitverschwendung“ und „vergebliche Bemühungen“ ab. Sie seien „nichts anderes als ein Mittel, um Ungläubige als Schlichter in den islamischen Ländern zu bestimmen“. Doch für Palästina gebe es keine andere Lösung als den Dschihad; dabei sei „die Vernachlässigung irgendeines Teils von Palästina gleichbedeutend mit Vernachlässigung des islamischen Glaubens“. „Sogenannte Friedenslösungen und internationale Konferenzen“ stünden „im Widerspruch zu den Prinzipien der islamischen Widerstandsbewegung“

    Gründungscharta vom 18. August 1988

  • Wer würde denn überhaupt ein Ergebnis (falls es eines geben sollte) überhaupt anerkennen ?
    80% der Israelis , 30 --> 40 --> oder sogar 50% der Islamisch stämmigen Palästinenser ?
    Die Anhänger der Hamas haben schon gestern gefordert das diese Friedensverhandlungen eingestellt werden , sie können keine Ergebnisse die ein Mr Abbas aushandelt anerkennen , die Hamas ist zb im Gazastreifen sowas wie die Regierung .
    In Judäa und Samaria haben sie den größten Einfluss von allen Muslimischen Organisationen .

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