Nahost-Konflikt
Libanon will Schäden von Israel ersetzt haben

Auf der Nahost-Konferenz hat der libanesische Premierminister Fuad Siniora verlangt, Israel für die angerichteten Zerstörung in seinem Land juristisch und finanziell zur Rechenschaft zu ziehen. Die Länder des Westens wollen Israel jedoch nicht bedrängen. Ministerpräsident Ehud Olmert zeigt sich trotzdem unversöhnlich.

HB ROM. Siniora kündigte an, Israel wegen der „barbarischen Zerstörung“ verklagen und Entschädigungen verlangen zu wollen. „Israel kann nicht unbegrenzt fortfahren, Völkerrecht zu missachten“. Der israelische Staat müsse für die angerichtete Zerstörung zahlen. Sein Land werde rechtliche Schritte einleiten und keine Mühen scheuen, eine Entschädigung für das Volk durchzusetzen. Siniora war gemeinsam mit vier Ministern nach Rom gereist. Israel und die Hisbollah nahmen ebenso wie deren Verbündete Syrien und Iran nicht an der Konferenz teil.

In einer gemeinsamen Erklärung, die nach dem Treffen von Italiens Außenminister Massimo D'Alema verlesen wurde, verpflichten sich die Teilnehmerstaaten, auf eine dauerhafte und nachhaltige Waffenruhe im Libanon hinzuarbeiten. „Die Teilnehmer der Rom-Konferenz sind entschlossen, sich sofort mit der größtmöglichen Dringlichkeit für einen Waffenstillstand einzusetzen, der der aktuellen Gewalt und Feindseligkeit ein Ende bereitet“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung, . An der Konferenz nahmen Top-Diplomaten aus 15 Ländern, der UN, der EU und der Weltbank teil, darunter Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.





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Eine internationale Truppe solle im Rahmen eines UN-Mandats so schnell wie möglich vereinbart werden, teilte D'Alema mit. Israel wurde aufgefordert, sich „äußerst zurückzuhalten“. Ferner wurde die Entwaffnung aller Milizen gefordert.

Israels Premier Ehud Olmert wiederholte seine Forderung nach einer „internationale Eingreiftruppe, die militärische Ressourcen hat und reagieren und eingreifen kann“. Bis zum Eintreffen dieser Soldaten werde Israel auf der libanesischen Seite der gemeinsamen Grenze eine zwei Kilometer breite „Sicherheitszone“ halten. Nach unbestätigten Medienberichten ist Olmert aufgebracht, dass Israel zur Nahost-Konferenz in Rom nicht eingeladen wurde.

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