Nahost-Konflikt
USA sperren Konten von hochrangigen Offizieren

Die USA haben die Konten von zwei hochrangigen Offizieren Syriens gesperrt. Begründung: Die Männer sollen die schiitische Hisbollah-Miliz unterstützen, die von Washington als Terrororganisationen eingestuft wird.

HB WASHINGTON. Das US-Finanzministerium teilte mit, es habe die Vermögenswerte von Generalmajor Hischam Ichtijar eingefroren, da das Mitglied der Regierungspartei Baath als Unterstützer von Terrororganisationen aufgetreten sei. Dazu zähle auch die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon, die sich in den vergangenen Wochen einen Krieg mit Israel geliefert hatte. Zudem habe Ichtijar als Geheimdienstler an der Militär-Präsenz Syriens im Libanon in exponierter Stellung mitgewirkt.

Mit ähnlicher Begründung wurden auch die Konten des syrischen Brigadegenerals Dschama'a Dschama'a eingefroren. Dieser hatte das Hauptquartier des Militärischen Abschirmdienstes der syrischen Truppen im Libanon in Beirut von 2002 bis zum syrischen Abzug im April 2005 geleitet.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hatte am Dienstag in Damaskus die Politik der US-Regierung für die anhaltenden Spannungen in der Region verantwortlich gemacht. Die Beziehungen zwischen Syrien und den USA sind seit längerem gespannt. Die Regierung in Washington wirft dem arabischen Nachbarn Israels vor, Förderer des Terrors zu sein und nach Massenvernichtungswaffen zu streben.

Das US-Finanzministerium beschuldigte Syrien nun zugleich, es habe sich auch nach dem Abzug aus dem Libanon an der Destabilisierung des Landes beteiligt. Die USA behielten sich daher vor, auch künftig „Schurken-Akteure“ beim Namen zu nennen.

Assad würdigte ausdrücklich die Hisbollah-Kämpfer, die Israel im Libanon in einen mehrwöchigen Waffengang verwickelt hatten. Die Kriegshandlungen waren am Montag mit einer von den UN geforderten Waffenruhe eingestellt worden. Nach dem Widerstand der Hisbollah werde Israel es sich nun gut überlegen, ob es seine „terroristische Politik“ in der Region fortsetze, sagte der syrische Staatschef in einer Rede vor dem syrischen Journalistenverband.

Die Rede hatte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier dazu bewogen, seine geplante Reise nach Damaskus abzusagen. Er wollte ursprünglich Assad treffen, um nach Möglichkeit Syrien in den Friedensprozess einzubinden. Stattdessen flog der Minister von Jordanien aus nach Saudi-Arabien weiter.

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