Nahost
Wirrwar um Seeblockade des Libanon

Die Aussagen sind widersprüchlich: Zunächst verkündeten libanesische Regierungsvertreter, Israel habe nach der Luft- auch die Seeblockade des Libanon aufgehoben. Doch dann dementierte Jerusalem. Die Meldungen seien „verfrüht“, hieß es. Die Entscheidung über den Einsatz der deutschen Marine verzögert sich weiter.

HB BEIRUT. Israel wies Meldungen und Aussagen der libanesischen Regierung zurück, wonach die Seeblockade gegen den Libanon am Freitagmittag aufgehoben worden sei. Dies hatten israelische Medien zuvor unter Berufung auf den italienischen Außenministers Massimo D'Alema berichtet, der in Tel Aviv mit seiner Kollegin Zipi Liwni zusammengetroffen war.

Auch nach libanesischen Angaben soll Israel mit der Aufhebung seiner Seeblockade begonnen haben. Die Uno-Truppe Unifil habe mitgeteilt, „dass sie die Kontrolle der Küste um 12.30 Uhr übernommen hat und die Blockade aufgehoben ist“, teilte ein Regierungsvertreter am Freitag in Beirut mit und fügte hinzu: „Französische, griechische und italienische Schiffe werden unsere Gewässer überwachen, bis die Deutschen eintreffen.“

Ein Berater von Israels Ministerpräsident, Miri Eisin, betonte, die Meldungen seien „verfrüht“. Die italienischen Marineeinheiten seien in der Tat bereit, doch Israel warte noch darauf, dass auch die übrigen Marineverbände der internationalen Truppe bereit seien.

Außenministerin Zipi Liwni räumte allerdings bei einem Treffen mit ihrem deutschen Kollegen Frank-Walter Steinmeier in Tel Aviv ein, die Sperre könne bereits in den kommenden Stunden aufgehoben werden. teinmeier sagte, es scheine, dass die Voraussetzungen für eine Aufhebung gegeben seien. „Es hängt aber von der Ankunft griechischer, italienischer und französischer Schiffe ab."

Am Donnerstag hatte Israel die Blockade des libanesischen Luftraums beendet. Die Aufhebung der See- und Luftblockade war eine Voraussetzung der libanesischen Regierung für die Stationierung der Uno-Truppen vor der Küste. Für diesen Teil des Einsatzes hat sich Deutschland angeboten.

Lufhansa fliegt wieder nach Beirut

Nach dem Ende der Luftblockade fliegt auch die Lufthansa am Samstag erstmals seit acht Wochen wieder die libanesische Hauptstadt an. Wie ein Unternehmenssprecher mitteilte, sollen wie vor der Blockade wöchentlich fünf Verbindungen in den Flugplan aufgenommen werden.

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