Nahostkonflikt
Hisbollah nimmt Haifa unter Beschuss

Die israelische Hafenstadt Haifa steht unter Beschuss. Bei dem Angriff der Hisbollah-Miliz mit Katjuscha-Raketen kamen Medienberichten zufolge mindestens acht Menschen ums Leben. Israel fürchtet weitere Angriffe auf die örtlichen Chemiefabriken. Angesichts der schweren Kämpfe senden die ersten europäischen Staaten Kriegsschiffe für Evakuierungsaktionen in Richtung Libanon.

HB BEIRUT. Großbritannien will mehrere Tausend seiner Bürger in Sicherheit bringen. Die Marine sei angewiesen worden, dafür zunächst zwei Schiffe bereit zu halten, berichtete der Sender BBC am Sonntag. Zuvor waren die 20 000 britischen Staatsbürger im Libanon aufgerufen worden, mit ihrer Botschaft in Beirut Kontakt aufzunehmen. Außenministerin Margaret Beckett erklärte, die Briten sollten sich möglichst bedeckt halten und sich auf eine Evakuierung einstellen.

Die Kämpfe zwischen Insrael und der Hisbollah gehen unvermindert weiter. Bei einem Raketenangriff auf die israelische Hafenstadt Haifa wurden mindestens neun Menschen getötet worden. Israelische Medien berichteten am Sonntag, eine von der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz abfeuerte Rakete sei in einem belebten Gebiet in der Stadt am Mittelmeer eingeschlagen. Mehr als 10 weitere Menschen seien verletzt worden. Auch in den Küstenstädten Akko und Naharia gingen Raketen nieder.

In Haifa heulten nach den ersten Angriffen die Sirenen, die Einwohner wurden aufgerufen, sich in Schutzräume zu begeben. Das Fernsehen berichtete von mehreren Raketensalven, die in der Stadt einschlugen.

Laute Explosionen in Beirut

In der drittgrößten israelischen Stadt waren zum ersten Mal am Donnerstag Katjuschas eingeschlagen. In Haifa liegen mehrere gefährdete Industriegebiete, Israel hatte die libanesische Hisbollah-Miliz scharf vor weiteren Angriffen auf die Stadt gewarnt. Israel fürchtet eine Umweltkatastrophe, sollte etwa eine der örtlichen Chemiefabriken getroffen werden.

Auch Israel startete neue Angriffe auf libanesisches Gebiet. Eine Armeesprecherin teilte mit, es seien mehr als 50 Ziele angegriffen worden. Die Luftwaffe habe in der Nacht zehn Radarstationen entlang der libanesischen Küste, den Hisbollah-Fernsehsender al-Manar sowie das Hisbollah-Hauptquartier bombadiert. Nach libanesischen Angaben bombardierten israelische Kampfjets am frühen Morgen erneut die südlichen Vororte Beiruts, die als Hochburg der radikal-islamischen Hisbollah gelten. In der Hauptstadt waren laute Explosionen zu hören.

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