Nahostpolitik Iranischer Dissident Jasdi verstorben

Der iranische Oppositionelle Ibrahim Jasdi ist im türkischen Izmir an Krebs gestorben. Zuvor hatten ihm die USA ein Visum zu Behandlungszwecken nicht genehmigt. 1979 war Jasdi für kurze Zeit Außenminister des Iran.
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Jasdi war Teil der iranischen Revolutionsbewegung – wandte sich später aber gegen die religiösen Hardliner. Quelle: AP
Ibrahim Jasdi

Jasdi war Teil der iranischen Revolutionsbewegung – wandte sich später aber gegen die religiösen Hardliner.

(Foto: AP)

TeheranEiner der einflussreichsten Oppositionspolitiker Irans, Ibrahim Jasdi, ist im Alter von 85 Jahren an Krebs gestorben. Das meldete die amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna am Montag. Jasdi sei zur Krebsbehandlung im türkischen Izmir gewesen, hieß es weiter. Ein Visum für eine medizinische Behandlung in den USA war ihm verweigert worden.

Jasdi gehörte zu den Männern der ersten Stunde der islamischen Revolution im Iran um den geistlichen Führer Ruhollah Chomeini. 1979 war er Außenminister und bis 1983 Parlamentsabgeordneter. Seine Partei, Freiheitsbewegung des Irans, war Teil der Revolution, wandte sich dann aber gegen die geistlichen Hardliner, die bei der Konsolidierung ihrer Macht jede abweichende Meinung unterdrückten. Anfang der 80er-Jahre verlor Jasdi seine Ämter. Mehrmals wurde er zu Haftstrafen wegen Vorwürfen verurteilt, die Sicherheit gefährdet zu haben. Zuletzt unterstützte er den moderaten Präsidenten Hussein Ruhani.

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