„Nation in Gefahr“
Bush kündigt Reform der US-Geheimdienste an

US-Präsident George W. Bush will zahlreiche Sicherheits-Empfehlungen der Untersuchungskommission zu den Anschlägen vom 11. September 2001 umsetzen.

HB WASHINGTON. Ein oberster Direktor soll die Dienste koordinieren, ein Zentrum für Terrorismusbekämpfung Anschläge verhindern. Die jüngsten Warnungen vor Terroranschlägen auf die US-Finanzzentren seien eine „ernste Erinnerung an die anhaltende Bedrohung, mit der wir konfrontiert sind“, sagte Bush am Montag in Washington. „Wir sind eine Nation in Gefahr.“

Nach den am Sonntag ausgesprochenen Terrorwarnungen wurden die Sicherheitsvorkehrungen für die Gebäude der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Washington sowie die Börse und mehrere Bankgebäude in New York und Newark (New Jersey) erheblich verstärkt. Die US-Behörden befürchten mögliche Anschläge im Vorfeld des Parteitages der Republikaner Ende August. Auf ihm soll Bush als Kandidat seiner Partei für die Wiederwahl nominiert werden.

Das neue Anti-Terrorismus-Zentrum soll nach den Worten von Bush vor allem als Datenbank für alle relevanten Informationen dienen sowie Analysen erstellen und die Anti-Terroraktivitäten der US- Behörden koordinieren helfen. Der künftige vom Präsidenten berufene Geheimdienstdirektor, der keinen Kabinettsrang haben werde, soll „der erste Geheimdienstberater des Präsidenten sein und die in- und ausländischen Aktivitäten der Dienste überblicken und koordinieren.“ Der Auslandsgeheimdienst CIA bleibe aber unter der Führung des CIA- Direktors.

Bush folgt mit der Reform der Geheimdienste weitgehend den Empfehlungen der Untersuchungskommission zum 11. September. Die Kommission des US-Kongresses hatte den Geheimdienst CIA und die Bundeskriminalpolizei FBI wegen mangelnder Kooperation und fehlender Analysen besonders scharf kritisiert und eine völlige Neuordnung der Geheimdienstarbeit gefordert.

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