Nationale Haushalte: EU beschließt strengere Budgetkontrolle

Nationale Haushalte
EU beschließt strengere Budgetkontrolle

In Zukunft müssen alle Euro-Staaten ihre Haushaltsentwürfe in Brüssel prüfen lassen. Bei Fehlentwicklungen kann die EU Änderungen verlangen. Mit den Kontrollen sollen neue Krisen in den Euro-Staaten verhindert werden.
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BrüsselDie nationalen Budgets der Euro-Staaten werden künftig strikter Kontrolle durch die EU unterworfen. Nach monatelangen Verhandlungen haben sich Vertreter von EU-Kommission, Europaparlament und Mitgliedsstaaten am Mittwoch auf neue Regeln zur stärkeren Überwachung der Haushalte geeinigt. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn sprach von einem „Durchbruch“ bei der gemeinsamen Wirtschaftspolitik der Euro-Staaten. Der Euro-Raum könne schon für den Haushaltszyklus 2014 von der effektiveren wirtschaftlichen Steuerung profitieren.

Bei den zwei Elementen der gemeinsamen Wirtschaftspolitik - im EU-Jargon auch „Two Pack“ genannt - geht es einmal um die verstärkte Überwachung von Budgetentwürfen. Die Euro-Staaten müssen ihre Haushaltsplanung jährlich, und zwar vor dem 15. Oktober, der EU-Kommission und der Eurogruppe in Brüssel vorlegen. Falls sich wirtschaftliche Fehlentwicklungen abzeichnen, kann Brüssel Änderungen wie etwa weitere Sparmaßnahmen verlangen. Dies soll Krisen wie etwa in Griechenland künftig verhindern.

Einschnitte dürften dabei zulasten von Investitionen in Wachstum, Bildung oder Gesundheit gehen, teilte das Parlament mit. Die Abgeordneten konnten der EU-Kommission Zugeständnisse abringen, etwa dass eine Expertengruppe bis März 2014 Möglichkeiten zur Einführung von kurzfristigen Euro-Anleihen („Eurobills“) sowie eines Schuldentilgungsfonds ausloten. Außerdem sagte die Kommission zu, sich verstärkt im Kampf gegen Steuerflucht zu engagieren.

Die Einigung bedeutet zweitens auch, dass diejenigen Euro-Staaten verschärft beobachtet werden, die bereits in einem EU-Verfahren wegen eines zu hohen Staatsdefizits stecken oder ernsthafte finanzielle Probleme haben und etwa Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds erhalten.

Die EU-Staaten hatten bereits vor einem Jahr grünes Licht für die strengeren Budgetregeln gegeben, doch das Europaparlament hatte weiterreichende Forderungen damit verknüpft. Der Kompromiss muss nun noch offiziell von Rat und Parlament angenommen werden, dies gilt aber als Formalie. Die EU-Kommission kündigte für die nächsten Monate weitere Reformen zur Vertiefung der Währungsunion an.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es geht noch schlimmer.

    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ZIFjxHc0mJc

  • Alle CDU-Mitglieder sind Abschaum und Verbrecher der übelsten Sorte. Das ist wie bei Bankräubern.

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    Wen wundert das! Die CDU ist eine Nachfolgepartei der NSDAP!!!!

    http://www.ngo-online.de/2012/04/29/cdu-nazis-deutchland/

  • Auszug:

    Zitat:"So wurden 1945 heimkehrende Offiziere und Soldaten der Roten Armee, die in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten waren, von Troikas angeklagt und als „Verräter“ zum Tode verurteilt beziehungsweise wegen „Feigheit vor dem Feind“ zu mehreren Jahren Arbeitslager verurteilt. Diese Troikas bestanden beispielsweise aus zwei NKWD-Offizieren und einem Politkommissar."


    Wir bewegen uns genau in diese Richtung. Deshalb haben die Engländer auch die Notbremse gezogen und sind ausgestiegen. Ihnen ist Demokratie eine Herzenssache.

    Aber deutsche Abschaum-Politiker machen ja immer bis zum bitteren Ende weiter. Wollt ihr die totale EUdSSR?

    Die EUdSSR ist der größte Stück Scheiße der Menschheitsgeschichte.

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