Nationaler Sicherheitsrat Sicherheitsberater verliert nach Trump-Kritik seinen Job

H.R. McMaster wird als Nationaler Sicherheitsberater kein vollständiges Team vorfinden. Neben Michael Flynn wurde ein weiterer ranghoher Mitarbeiter gefeuert – offenbar wegen peinlicher Aussagen über Ivanka Trump.
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Ein Abteilungsleiter des Nationalen Sicherheitsrats wurde nach peinlichen Aussagen über die Tochter des US-Präsidenten gefeuert. Quelle: AFP
Ivanka Trump

Ein Abteilungsleiter des Nationalen Sicherheitsrats wurde nach peinlichen Aussagen über die Tochter des US-Präsidenten gefeuert.

(Foto: AFP)

WashingtonIn US-Armeezirkeln gilt H.R. McMaster als gewiefter Militärstratege und kreativer Denker. Seine Qualitäten soll der General mit Doktortitel nun in einen Job einbringen, um den es zuletzt viel Wirbel gab: McMaster beerbt Michael Flynn als Nationaler Sicherheitsberater. Ein Gremium, dessen Start unter Trump alles andere als reibungslos verlief.

Ein vollständiges Team wird McMaster nicht vorfinden. Denn Flynn war nicht der einzige ranghohe Mitarbeiter aus dem Nationalen Sicherheitsrat, der bereits seinen Hut nehmen musste. Kurz nach Flynn hatte auch der im NSC für die westliche Hemisphäre zuständige Abteilungsleiter Craig Deare gehe müssen, nachdem er Kritik am Präsidenten geübt hatte. Am Freitag war er von mehreren Beamte von seinem Arbeitsplatz im Executive Office Building neben dem Weißen Haus nach draußen eskortiert worden.

Deare war von Trump selbst für diesen Posten nominiert worden – und seine Entlassung trägt eine pikante Note. Bei einem Hintergrundgespräch des Wilson Centers, eines Washingtoner Think Tanks, soll er am vergangenen Donnerstag kritisiert haben, dass seine Abteilung bei wichtigen politischen Entscheidungen nicht zurate gezogen werde. Stattdessen fasse Trumps innerer Kreis von Beratern um den Chefstrategen Steve Bannon und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner die Beschlüsse im Alleingang, sagte Deare laut einer Gewährsperson, die bei der Diskussion anwesend war.

Konkret richtete sich Deares Kritik demnach gegen die Mexiko-Politik Trumps. Der neue Präsident hatte unmittelbar nach seinem Amtsantritt den im Wahlkampf versprochenen Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko in die Wege geleitet. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto sagte daraufhin eine Reise nach Washington ab.

Doch eine andere Aussage soll das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Der Gewährsperson zufolge soll sich Deare in der Diskussionsrunde nicht nur über Trumps Politik, sondern auf „peinliche“ und „obszöne“ Art und Weise auch über das gute Aussehen von Trumps Tochter Ivanka ausgelassen haben. Deare war seit 2001 im Lehrkörper der vom Verteidigungsministerium finanzierten National Defense University in Washington. In diesen Posten soll er dort auch wieder zurückgekehrt sein, wie es aus dem Weißen Haus hieß.

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Familie Trump bei Siegeskundgebung
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Der 45. Präsident der USA heißt Donald Trump – und die First Lady Melania. Für den Wahlsieger spielte seine Familie eine wichtige Rolle im Wahlkampf. Denn Donald Trump misstraut den meisten politischen Beratern. Nur seine engsten Angehörigen dürfen ihm ihre Meinung sagen und Ratschläge abgeben. Ob er auch als nächster Präsident der USA auf seine Familie setzt? Die neue Familie im Weißen Haus im Überblick.

Ivanka Trump
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Trumps Tochter Ivanka zeichnete im Wahlkampf ihres Vaters das Bild eines Menschen mit unglaublichen Fähigkeiten für die USA. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter soll so stark sein, dass sich US-Medien zeitweise ernsthaft mit der Möglichkeit beschäftigten, dass Trump seine Tochter zu seiner Stellvertreterin ernennen könnte. Die 34-Jährige zielte vor allem auf weibliche Wähler ab. Sie hat Wirtschaft studiert und führt gemeinsam mit Donald und Eric das operative Geschäft bei der Trump Organization. Ivanka Trump ist die Tochter von Trumps Ex-Frau Ivana.

Donald Trump Jr
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„Es ist mir eine Ehre, heute Abend in der Lage zu sein, Donald Trump über die nötige Hürde der Delegiertenstimmen zu verhelfen.“ Das sagte Donald Trump Jr. in Cleveland bei der Bekanntgabe der Delegiertenstimmen aus Trumps Heimatstaat New York. Diese verhalfen dem Präsidentschaftskandidaten formal zur Mehrheit in den Vorwahlen. „Glückwunsch, Dad. Wir lieben dich!“, rief er. Donald Trump Jr. ist der älteste Sohn des Kandidaten und Vizepräsident der Trump Organization. Studiert hat er genauso wie seine Halbschwester Tiffany in Philadelphia. Trump ist seit 2005 mit Vanessa Haydon verheiratet und hat fünf Kinder.

Tiffany Trump
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Trumps jüngste Tochter, Tiffany Trump, empfahl ihren Vater in ihrer Parteitagsrede als „natürlichen Mutmacher.“ Er habe sie dazu motiviert, ihr Bestes zu geben, sagte die 22-Jährige. Vor den Delegierten legte sie während der Vorwahlen zudem Zeugnis über den Charakter ihres Vaters ab...

Tiffany Trump
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Es sei Trumps Art, nie zurückzuweichen oder sich von Angst blockieren zu lassen, sagte Tiffany Trump. Ihr Vater würde nie jemandem raten, Ansprüche herunterzuschrauben oder einen Traum aufzugeben. Die 22-Jährige ging aus der Ehe mit der Schauspielerin Marla Maples hervor, mit der Donald Trump von 1993 bis 1999 verheiratet war. Tiffany Trump hat in diesem Jahr ihren Abschluss an der Universität von Pennsylvania gemacht. Ihr gehören drei Trump-Gebäude.

Eric Trump
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Auch Eric Trump hielt eine Rede auf seinen Vater. Er ist der Sohn von Ivana Trump, der ersten Ehefrau des Milliardärs.

Eric Trump
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Seine Ehefrau Lara Yunaska stand ihm bei jeder Wahlkampfveranstaltung seines Vaters zur Seite. Eric ist der Sohn von Ivana Trump, Trumps erster Ehefrau. Im Jahr 2012 wurde Eric vom „Forbes“-Magazin zu einem der Top 30-Immobiliengurus gekürt. Er leitet gemeinsam mit seinen Geschwistern das Trump-Imperium und ist Gründer.

Allerdings hatte auch Trump selbst in der Vergangenheit mit Aussagen über seine Tochter für Verwunderung gesorgt. So sagte er bereits 2006 in einem Interview mit „The View“: „Sie ist sehr schön. Ich habe schon gesagt, wenn Ivanka nicht meine Tochter wäre, würde ich sie wohl daten.“ Eine Aussage, die er 2015 noch einmal in ähnlicher Form mit viel Interpretationsspielraum wiederholte, als er im Interview mit dem Rolling Stone sagte: „Ja, (Ivanka) hat wirklich was, und was für eine Schönheit sie ist. Wenn ich nicht glücklich verheiratet und – Sie wissen schon – ihr Vater wäre...“

  • ap
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3 Kommentare zu "Nationaler Sicherheitsrat: Sicherheitsberater verliert nach Trump-Kritik seinen Job"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Völlig richtig reagiert, Herr Trump. Die Unsitte der Majestätsbeleidigung darf man gar nicht erst einreißen lassen - oder wäre "einreisen lassen" die bessere Wortwahl?

  • @Marc Hofmann

    Und schon geht das Trump Bashing von Seiten der Deutschen "Qualitätspresse" munter weiter.

    An Ihrer Stelle würde ich das HB überhaupt nicht lesen. Oder brauchen Sie die deutsche "Qualitätspresse", damit Sie überhaupt Ihren Tag ausfüllen können? Da fällt mir doch etwas Besseres ein. Ich mache mir jetzt mit netten Menschen ein paar angenehme Stunden. Weiterhin angenehmes "Kommentieren".

  • Und schon geht das Trump Bashing von Seiten der Deutschen "Qualitätspresse" munter weiter.

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