Nato Aufklärungsflotte wird modernisiert

Die in Deutschland startenden Aufklärungsflugzeuge der Nato haben mehr als drei Jahrzehnte auf dem Buckel. Jetzt plant das Bündnis für die Zukunft. Besonders gespannt ist man in einer kleinen Stadt bei Aachen.
Update: 14.02.2017 - 11:07 Uhr Kommentieren
Nachfolger gesucht: Die Flotte der Aufklärungsflugzeuge soll modernisiert werden. Quelle: dpa
Awacs-Aufklärungsflugzeug

Nachfolger gesucht: Die Flotte der Aufklärungsflugzeuge soll modernisiert werden.

(Foto: dpa)

BrüsselDie Nato treibt die Pläne für die Erneuerung der in Deutschland stationierten Flotte von Radar-Aufklärungsflugzeugen voran. Die Verteidigungsminister der Bündnisstaaten wollen an diesem Mittwoch ein konkretes Konzept für ein Nachfolgemodell der sogenannten Awacs in Auftrag geben. Das bestätigte ein Nato-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Awacs steht für Airborne Warning and Control System (etwa: luftgestütztes Frühwarn- und Leitsystem).

Das Konzept wird den Planungen zufolge 2022 in ein Beschaffungsprogramm für neue Aufklärungsflugzeuge münden. 2035 sollen dann die ersten der neuen Maschinen zur Verfügung stehen.

Erste Panzer in Bremerhaven entladen
„Atlantic Resolve“
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Die US-Operation „Atlantic Resolve“ ist Teil der von US-Präsident Barack Obama 2014 angeschobenen „European Reassurance Initiative“ und steht im Einklang mit Beschlüssen mehrerer Nato-Gipfel.

87 Panzer
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Insgesamt werden rund 4000 US-Soldaten und 87 Panzer der 3. Brigade der 4. US-Infanteriedivision in Nato-Länder Ost- und Mitteleuropas verlegt.

Operation auch logistisch angelaufen
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Die ersten US-Panzer wurden in Bremerhaven am Freitag von einem Frachter entladen.

US-Engagement
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„Atlantic Resolve“ sei ein Zeichen des kontinuierlichen US-Engagements für Europa zur Stabilisierung des Friedens, sagte der stellvertretende Oberbefehlshaber der US-Landstreitkräfte in Europa, Generalmajor Timothy McGuire, in Bremerhaven.

Militärkonvois
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Panzer, Container, Lastwagen und Anhänger gehen zunähst per Bahn und in Militärkonvois auf den Weg nach Polen und später dann in weitere Länder.

Großoperation
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„Eine logistische Großoperation“, betonte Bundeswehr-Generalmajor Josef Blotz (r.) vom Kommando Streitkräftebasis. Es sei versucht worden, Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst zu vermeiden.

Transitzone
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Deutschland ist Transitzone, Bremerhaven zentrale Verlade-Drehscheibe und die Bundeswehr logistischer Hauptpartner der US-Operation.

Bislang sind mehr als drei Jahrzehnte alte Flugzeuge des US-Herstellers Boeing 707 Basis für die Awacs. Sie werden unter anderem zur Überwachung des Luftraumes im östlichen Europa und zur Unterstützung der internationalen Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) eingesetzt. Hauptstützpunkt der Maschinen ist der Nato-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen.

Ob sich der europäische Boeing-Rivale Airbus am Ausschreibungsverfahren für den Austausch der Flotte beteiligen wird, ist noch unklar. „Wir verfolgen die Entwicklungen mit Interesse und werden zu gegebener Zeit die entsprechenden Entscheidungen treffen“, sagte ein Sprecher auf Anfrage.

Die Kosten für den Austausch der Awacs-Flotte werden auf einen Milliardenbetrag geschätzt. Bereits Ende der 70er Jahre wurde der Anschaffungspreis für eine Maschine mit 70 Millionen US-Dollar angegeben.

Die aktuellen Awacs sind mit ihrem pilzförmigen Radaraufbau in der Lage, andere Luftfahrzeuge in mehr als 400 Kilometern Entfernung zu orten und zu identifizieren. Die Informationen können die Flieger an alle anderen im Luftraum weitergeben, die technisch entsprechend gerüstet sind. Damit können sie auch als fliegende Gefechtsleitstände eingesetzt werden.

An Bord der Flugzeuge des Typs Boeing 707 ist neben hochmoderner Technik meist eine internationale 16-köpfige Besatzung, zu der neben den Piloten Computer- und Radarexperten gehören. Ihre Basis ist der Nato-Flugplatz Geilenkirchen bei Aachen.

Die Nato verfügt derzeit über 16 Awacs-Maschinen. Über ihre Nachfolge wird innerhalb des Bündnisses bereits seit langem diskutiert. Den Weg für die jetzt bevorstehende Konzeptphase hatten im vergangenen Sommer die Staats- und Regierungschefs geebnet.

  • dpa
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