Nato: Drogen sind Ursache für die Gewalt
Nato sagt Drogenbaronen in Afghanistan den Kampf an

Die Nato hat sich für ihren unmittelbar bevorstehenden Einsatz im Süden Afghanistans einen entschlossenen Kampf gegen kriegerische Drogenbarone auf die Fahnen geschrieben.

HB KABUL. Diese Kriegsherren seien die eigentliche Ursache für die eskalierende Gewalt in Afghanistan, sagte der britische Nato-Kommandeur, Generalleutnant David Richards, am Samstag in Kabul. Die Region sei unter brutalen Kriegsherren aufgeteilt, die in großen Mengen Opium in die ganze Welt exportierten. Dieses schmutzige Geschäft werde nun durch die Nato-Ausdehnung in den Süden bedroht. „Wir sind mit einer sehr ehrenvollen Aufgabe betraut und müssen die Menschen von der Geißel der Kriegsherren befreien.“

Im unruhigen Süden Afghanistans haben bisher amerikanische und britische Soldaten gegen die radikal-islamischen Taliban und Anhänger der extremistischen Al-Kaida gekämpft. Am Montag geht das Kommando an die Nato-Friedenstruppe Isaf über. Experten rechnen damit, dass diese Ausdehnung die bisher härteste Bewährungsprobe für Truppen des transatlantischen Bündnisses werden könnte. Die Gewalt in Afghanistan ist jüngst so stark ausgeufert wie nie zuvor seit dem Fall der Taliban im Jahr 2001. Die Bundeswehrsoldaten sind im als relativ sicher geltenden Norden Afghanistans im Einsatz. Sie helfen dort beim Wiederaufbau.

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