Nato-Russland-Rat
Nato nimmt Beziehungen zu Moskau wieder auf

Die Nato-Außenminister haben die Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen dem Nordatlantischen Bündnis und Russland beschlossen. Zuvor hatte Litauen nach mehrstündigen Verhandlungen den Widerstand gegen diesen Beschluss aufgegeben.

HB BRÜSSEL. Der Außenminister Litauens, Vygaudas Usackas, widersetzte sich mehrere Stunden lang der Absicht seiner Nato-Kollegen, sofort die Bereitschaft zur Wiederaufnahme der Arbeit des Nato-Russland-Rats zu verkünden.

Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer sagte, die Nato wolle den Dialog mit Russland wieder beginnen, billige jedoch die Politik Moskaus in einer Reihe von Punkten nicht. Die Beziehungen waren auf Eis gelegt worden, nachdem Russland im August 2008 in Georgien einmarschiert war. "Wir stimmen beispielsweise mit der Anerkennung Südossetiens und Abchasiens als unabhängige Staaten überhaupt nicht überein. Und wir sind auch gegen die Absicht, russische Militärbasen dort zu errichten."

US-Außenministerin Hillary Clinton, die erstmals an einem Nato-Rat teilnahm, setzte sich nach Schilderung von Diplomaten massiv für die Wiederaufnahme der Beziehungen zu Russland ein. Clinton wurde auch stark von den Außenministern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien unterstützt. Das erste Ministertreffen von Nato und Russland soll "so bald wie möglich" nach dem Nato-Gipfel vom 3. und 4. April stattfinden.

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