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Naturkatastrophe: Planungs-Chaos verhindert deutsche Hilfe für Russland

exklusiv Verzweifelt kämpfen die Russen gegen die zerstörerische Brandkatastrophe in ihrem riesigen Land. Zu spät erkennt die Regierung in Moskau, dass sie die Kontrolle verloren hat. Die Hilfe aus dem Ausland rollt unter teils chaotischen Umständen an.

Die Hilfe bei den Bränden in Russland gestaltet sich schwierig. Quelle: dpa
Die Hilfe bei den Bränden in Russland gestaltet sich schwierig. Quelle: dpa

Die Bilder erschüttern die Menschen in der ganzen Welt. Russland brennt, der Rauch Hunderter Feuer zieht durch Moskau. Doch während die Russen verzweifelt gegen die Flammen kämpfen, versucht die Regierung im Kreml tagelang, die Katastrophe ohne ausländische Hilfe in den Griff zu bekommen.

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Erst am Samstag erreicht der erste Hilferuf der Moskauer Botschaft das Bundesinnenministerium. Da lodern die Brände schon seit mehr als einer Woche, da hatte Berlin Moskau schon mehrfach Unterstützung angeboten. Nun läuft die Hilfe aus Deutschland an. Doch viel zu schleppend, die Zustände in Russland sind chaotisch. 119 000 Atemschutzmasken gelangen zwar problemlos nach Moskau. Doch dringend benötigte technische Geräte - die Russen hatten auf einer Liste etwa um Hubschrauber, Feuerwehrwagen und Pumpen gebeten - stecken fest. Unbürokratische, schnelle Hilfe ist kaum möglich.

Die Deutschen könnten viel mehr Material liefern, wenn Moskau gezielte Anfragen stellen würde. Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, sagt dem Handelsblatt: "Wir warten darauf, dass das Angebot angenommen wird." Unger und seine Behörde sind zuständig für die Koordinierung der Hilfe. Sie haben eine Angebotsliste ausgearbeitet, doch Moskau müsse sich bereiterklären, den Transport der Hilfsgüter auf eigene Kosten zu organisieren. Daran hakt es. Dabei ist das international üblich. Denn ein Flug mit der Transportmaschine Antonov, um schweres Gerät nach Russland zu schaffen, kostet nach Angaben der Behörde von Unger allein 250 000 Euro.

Die Hilfe ist dringend nötig. "Das große Russland hat ganze vier Löschflugzeuge, die USA 150", sagt Robert Nigmatullin von der Akademie der Wissenschaften in Moskau. Feuerwehrleute klagen im Radio über "25 Jahre alte Löschfahrzeuge, die wir mehr reparieren als fahren".

Nicht nur Geräte schaffen es nicht ins Krisengebiet. Es fehlen auch Visa für Brandexperten, die vor Ort helfen sollen. Die russische Botschaft in Berlin sei in den vergangenen Tagen in vielem "völlig überfordert", klagen Angehörige von Hilfsorganisationen. Private Helfer wie etwa das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sind gar nicht erwünscht. "Es gibt kein offizielles Hilfeersuchen an uns, deshalb werden wir auch nicht aktiv", teilte das DRK mit. Als Relikt früherer Diktaturzeiten hat sich in Russland der Widerstand gegen die Präsenz privater Hilfsdienste aus dem Westen gehalten, heißt es bei den Organisationen.

  • 11.08.2010, 19:14 UhrAnonymer Benutzer: Margrit Steer

    es ist wohl nicht nur die bürokratie in Moskau es ist auch unsere ausufernde bürokratie die nichts mehr hinbekommt. Und eine Generation von satten und viel zufriedenen 40jährigen die überall dran sind und ncht mehr wissen, wie man arbeitet
    Mal den kleinen Dienstweg einschlagen: russ. botschaft in berlin sagen: wir haben das, das und das. Wir sind in der Lage 2,3, 4000 bW-Soldaten, Feurwerhleute, TH zu schicken.
    Lieber botschafter ruf Moskau an, die sollen sofort ein oder zwei Transportflugzeuge schicken dann sind wir morgen Mittag in Moskau und können sofort helfen.
    So macht man so was.
    D. h. aber auch, dass alle Leute auch schon bereits stehen müssen.
    Aber dazu ist man auch in Deutschland mittlerweile zu dämlich.Es muß ja lles seine Ordnjugn ahben. Und für das Antragsformular was ich brauche für die Sachen muß ich auch erst ein Formular ausfüllen
    Unsere Regierung muß wahrscheinlich erst mal einen Arbeitskreis einrichten und danach noch ein paar Unternehmensberater fragen. Oder Merkel muß erst mal wieder gipfeln um zu fragen was die anderen Europäer tun.
    Wir können alle nur beten, dass in unsrem Land nicht irgendwas mal passiert, denn diese dämlichen Politiker würden nchts hinkriegen.
    Dazu sind sie schlicht zu blöde.
    Man sieht es an Duisburg, die schaffen es nicht mal so eine Veranstaltung so zu organisieren, dass es reibungslos läuft.
    bei den Kölner Lichtern war es ähnlich. Wenn man bei den Zugängen überall so eine Art Drehtüren hinstellt, anstatt alle Durchgänge zu öffen, muß man sich nicht wundern.
    Man kann von Glück sagen dass in Köln nicht ähnliches passiert ist.
    Was wir brauchen in so einer Situation wie jetzt mit Rußland, wo ganz schnelle unbürokrtische Hilfe gefragt ist: Männer, die die Ärmel aufkrempeln, nicht lange quatschen, sondern machen.
    Ja Macher braucht dieses Land.

  • 11.08.2010, 16:06 UhrAnonymer Benutzer: Thomas

    veraltete Technik oder nicht vorhandene Flugzeuge Löschfahrzeuge usw. Wo sind die ganzen Mrd aus den Gas und Öllieferungen geblieben? Gelandet in einigen wenigen Taschen von Verbrechern? Anstatt das Land damit zu moderniesieren.

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