Nazibilder und Reparationen
Die griechischen Polterer

In den Verhandlungen über die Fortführung des griechischen Hilfsprogramms zeigt sich die Syriza-Regierung wenig diplomatisch. Statt auf Kompromisse setzen Tsipras und Co. bisher vor allem auf krachende Statements.
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DüsseldorfHeute verhandeln die Finanzminister der Euro-Gruppe erneut über die Zukunft Griechenlands. Im Vorfeld haben der griechische Premier Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis viel Porzellan zerschlagen – zuletzt, als Varoufakis am vergangenen Mittwoch die Euro-Finanzminister auflaufen ließ und eine in sechs Stunden mühsam ausgehandelte Erklärung am Ende doch nicht unterzeichnen wollte. Schließlich stand ein entnervter Eurogruppenchef Jeroen Dijsselbloem vor den Kameras und musste statt einer Einigung das Scheitern der Verhandlungen verkünden.

Die Episode ist symptomatisch für das Verhalten der neuen griechischen Regierung: Es scheint, als ließen die Syriza-Politiker keine Gelegenheit aus, um sich als polternde Rebellen gegen eine aus ihrer Sicht unmenschliche Europapolitik zu inszenieren, für die sie besonders Deutschland verantwortlich machen.

Das fängt an bei dem nonkonformistischen Verzicht auf die Krawatte, mit dem sich Tsipras und Varoufakis schon optisch von ihren europäischen Kollegen abheben. Und es geht weiter bei den markigen Sprüchen der beiden, die in Berlin eher als Beleidigung denn als erfrischende Einwände verstanden werden dürften. So überzeichnete Varoufakis schon vor der Wahl die Sparmaßnahmen der Troika etwa als „fiskalisches Waterboarding“, als Folter also, bei dem das Ertränken des Opfers simuliert wird. Tsipras sprach gar von einem drohenden „sozialen Holocaust“ in Griechenland, sollte das Sparprogramm nicht beendet werden.

Im Interview mit dem Deutschlandfunk zeigt sich Finanzminister Wolfgang Schäuble verärgert über das Verhalten der Griechen: „Das Problem ist ja nicht, entgegen diesen Beschimpfungen, dass irgendjemand Griechenland etwas Böses tut. Das Problem ist, dass Griechenland seit langem über seine Verhältnisse gelebt hat und dass niemand mehr ohne die Garantie anderer Griechenland Geld leihen möchte. Das ist das Problem.“ Dabei seien die Maßnahmen der Troika entscheidend für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gewesen.

Erst in der letzten Woche wurde Schäuble erneut Opfer griechischer Häme. Die linke Tageszeitung „I Avgi“ („Die Morgenröte“), die Tsipras‘ Syriza-Partei nahesteht, druckte eine Karikatur, die den deutschen Finanzminister als KZ-Aufseher zeigt. Unter der Überschrift „Die Verhandlung hat begonnen“ legte ihm die Zeitung folgende Worte in den Mund: „Wir bestehen darauf, Seife aus eurem Fett zu machen. Wir diskutieren nur über Düngemittel aus eurer Asche.“

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  • Zitat t-online: Wir wollen einen neuen Vertrag", sagte Varoufakis. Er gehe davon aus, dass es in den kommenden 48 Stunden weitere Verhandlungen auf europäischer Ebene geben könne. Der Grieche handelt und redet wie ein trotziges Kind. Einige EU Außenminister (z.B. AT) und EU Politiker werden wohl schon einen Kompromiss suchen. Ich hoffe Herr Schäuble bleibt hart.

  • Woran liegt das Elend der Griechen denn? Vielleicht an der Korruption, dem Filz, dem egoistischen Verhalten jedes einzelnen Bürger der keine Steuern zahlt???? Kein Cent mehr für Griechenland. Mrd. abschreiben und Griechenland raus aus dem Euro und nie nie wieder reinlassen.

  • Schäuble hat jede Häme verdient

    >>Erst in der letzten Woche wurde Schäuble erneut Opfer griechischer Häme. Die linke Tageszeitung „I Avgi“ („Die Morgenröte“), die Tsipras‘ Syriza-Partei nahesteht, druckte eine Karikatur, die den deutschen Finanzminister als KZ-Aufseher zeigt. Unter der Überschrift „Die Verhandlung hat begonnen“ legte ihm die Zeitung folgende Worte in den Mund: „Wir bestehen darauf, Seife aus eurem Fett zu machen. Wir diskutieren nur über Düngemittel aus eurer Asche.“<<

    Schön zu wissen, dass wenigstens noch in ausländischen Zeitungen deutsche Politiker kritisiert und attackiert werden können. Das ist für deutsche Medien natürlich ungewohnt, -die außer was die AFD angeht - nur noch Hofberichterstattung und Verkündungsjournalismus gewohnt sind.
    Tatsächlich ist Schäuble wirklich ein Förderer und Verteidiger eines Völkermords - nämlich des kalten Genozids am deutschen Volk - der völligen Verdrängung der ethnischen Deutschen und danach der gesamten europäischen Bevölkerung zu einer kleinen Minderheit.

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