Neben den erneuerbaren Energien hilft nur Sparen
Die mühsame Suche nach den Alternativen

Ohne sie wird es in Zukunft wohl nicht gehen: die erneuerbaren Energien. Die Internationale Energieagentur(IEA) sieht in ihnen zwar kein Allheilmittel für das Problem der Sicherheit der Energieversorgung. Doch sollten sich insbesondere die Verbraucherländer zu einschneidenden Maßnahmen in der Energiepolitik durchringen, heißt es bei der IEA.

tom HB DÜSSELDORF. Vor allem sollten die Regierungen möglichst viele Energiequellen nutzen. Dies könnte den Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 deutlich steigern. Fallen diese Maßnahmen aus, verharren alternative Energien in der Nische: Ihr Anteil am Primärenergieverbrauch dürfte im einstelligen Prozentbereich verweilen. Damit es nicht dazu kommt, findet derzeit in Peking die Weltkonferenz für erneuerbare Energien statt. Entwicklungsfragen, Technologietransfer und der Stand der Nutzung stehen im Mittelpunkt des Treffens, das eine Folgekonferenz der „Renewables 2004“ in Bonn ist.

Die Teilnehmer, darunter zahlreiche Minister, wollen unter anderem politische Werkzeuge zur Überprüfung von Zusagen bei erneuerbaren Energien schaffen. Zum Konferenzende wird es aber wohl nur eine „Pekinger Erklärung“ geben, die zu einem „bedeutenden“ Zuwachs erneuerbarer Energien aufruft. In Bonn hatten die Teilnehmer ein Aktionsprogramm verabschiedet. Dessen Umsetzung würde den weltweiten Ausstoß von Kohlendioxid bis 2015 um rund fünf Prozent der heutigen Emissionen senken.

In Deutschland decken erneuerbare Energien heute elf Prozent des Strombedarfs und tragen mit 6,4 Prozent mehr zum gesamten Energieverbrauch in Deutschland bei als Atomkraftwerke mit 5,7 Prozent. Ihr Anteil am deutschen Stromverbrauch soll bis 2020 auf mindestens 20 Prozent steigen.

Neben den erneuerbaren Energien setzt die IEA ihre Hoffnung aber vor allem auch auf das Energiesparen: China, nach den USA der größte Ölverbraucher der Welt, könne vor allem für die Vereinigten Staaten zum Ansporn werden, mehr auf diesem Gebiet zu tun, hoffen die Experten. Das Boomland hat für den Verkehr neue Standards geschaffen. Setzt es sie um, dann könnte China im Jahr 2008 die USA bei der Energieeffizienz im Verkehrssektor überholen.

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