Negativer Einlagezins
Die Dänen machen's vor

Um die Kreditvergabe anzukurbeln, könnte die Europäische Zentralbank Banken mit einem Strafzins ärgern. Dänemark hat das schon einmal ausprobiert, wenn auch mit anderen Zielen. Wie sind die Erfahrungen im Nachbarland?
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StockholmWas der Eurozone bevorstehen könnte, hat Dänemark schon hinter sich: den negativen Einlagezins. Es war ein Experiment, das die dänische Zentralbank im Juli 2012 startete und erst im April dieses Jahres wieder beendete: Die Währungshüter war die ersten von Rang in Europa, die es wagten. Im Juli 2012 senkten die den Einlagezins von damals 0,05 Prozent auf minus 0,2 Prozent, nachdem andere Interventionen der Zentralbank zuvor verpufft waren.

Während der tiefen Schuldenkrise in Europa suchten mehr und mehr Investoren nach sicheren Geldanlagen und entdeckten dabei die dänische Krone. Die große Nachfrage nach der kleinen Währung brachte aber das wichtigste Ziel der Zentralbank in Gefahr: Nachdem Dänemark gleich zweimal in Volksabstimmungen „Nein zum Euro“ gesagt hatte, knüpfte die Zentralbank die dänische Krone mit einer Schwankungsbreite von 2,25 Prozent nach oben und unten an den Euro.

Doch durch das neu erweckte Interesse an der nordeuropäischen Währung geriet dieses Kursziel im Frühjahr 2012 immer stärker in Gefahr. Trotz mehrerer Leitzinssenkungen zog die Krone gegenüber dem Euro weiter an. Das große Interesse an der dänischen Währung lag in diesen unsicheren Zeiten auch an den gesunden Staatsfinanzen im Königreich: Die Staatsverschuldung betrug 2012 etwa 42 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In der Eurozone pendelte sie sich bei durchschnittlich 92 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ein.

Damit galt die Krone als sichere Anlage, bei der Investoren und die Banken, die ihr Geld kurzfristig bei der Nationalbank parkten, sogar negative Renditen in Kauf nahmen. Ihnen ging es vielmehr darum, ihr Geld bei einem eventuellen Zusammenbruch des Euro abzusichern – selbst wenn das etwas kosten sollte. Das Ziel der Nationalbank in Kopenhagen war also nicht in erster Linie eine Stimulierung der Kreditvergabe durch Banken, wie es jetzt bei der eventuellen Entscheidung der EZB zumindest offiziell der Fall wäre, sondern die Verteidigung der in engem Rahmen an den Euro geknüpften Krone. Die Aufwertung der dänischen Krone sollte schlicht und einfach gebremst werden.

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  • Die Krone wurde nicht mit dem Negativzins stabilisiert sondern durch die Verdreifachung der Währungsreserven der Dänischen Nationalbank. Sie hat € und $ mit frischen Kronen gekauft.
    http://www.finanz-links.de/waehrung/reserven/daenemark.htm

    Die Dänischen Nationalbank hätte anstatt € und $ lieber neue dänischen Staatsanleihen aufgekauft bis die Rendite auf nahezu 0 sinkt und so dem Dänischen Staat ermöglicht die Steuern zu senken und die Bürger zu entlasten. Letztere hätten dann Geld gehabt um zu konsumieren, auch aus dem Auslad selbstverständlich, was die Krone wieder gedrückt hätte. So wäre der Vorteil der starken Krone beim dänischen Bürger /Steuerzahler geblieben, dessen Tüchtigkeit durch die Währung ausgedrückt von den Ausländern honoriert gewesen wäre.
    ABER das wäre eine Kriegserklärung ggü der EZB, der Fed und dem Finanzsystem, die den Mehrwert nicht dem Bürger zugestehen, gleich gekommen.
    Der Negativzins kann kontraproduktiv sein, weil das Geld möglicherweise in eine Richtung fließt die eine ZB nicht möchte. EM, Immobilien und Kunst. Das ist gefährlich, weil dadurch die Spareinlagen in die gleiche Richtung mobilisiert werden könnten, was wiederum den Banken große Liquiditätsprobleme bereiten würde.
    Die Banker wissen aber, dass mit Geld kaum noch positive Realrenditen mehr verdient werden können. Irgendjemand muss bereit und in der Lage sein, einen Mehrwert abzugeben. Der Konsument & Steuerzahler kann das nicht mehr. Er ist bereits versteuert und verschuldet bis zum Maximum und sogar darüber hinaus in die Zukunft. Seine Arbeitskraft ist also für die nächsten 20 Jahre schon ausgegeben (private und Staatschulden). Deshalb bekommt er auch keine Kredite mehr. Es ist größtenteils eben nicht so holyowly, dass Menschen aus rationalen Gründen vorsichtig sind. Die meisten verschulden sich bis zu dem Betrag bis zu dem Banken das zulassen. Aufgrund der immer häufigen Ausfälle, müssen die Kreditzinsen sogar steigen, bzw sinken nicht, wie von der ZB gewollt, p

  • Der Aufwand den eine Bank betreiben muss um z.B. einem kleinem Unternehmen ein Darlehen zur Verfügung zu stellen ist mittlerweile enorm. Das lohnt sich schlicht und ergreifend nur noch innerhalb bestehender Kundenbeziehungen. Damit ist der Wettbewerb praktisch ausgeschlossen. Regionale Institute wie Volksbanken oder Sparkassen halten dieses sehr breite Feld mehr schlecht als Recht am Leben weil zu wenig Personal vorhanden ist um die Anträge zu bearbeiten. Solange kleine und mittlere Unternehmen mit den gleichen Maßstäben gerated werden wie Großunternehmen wird das auch nichts mehr. Ich kenne einige Beispiele, bei denen gesunden Unternehmen die Kredite gekündigt wurden, weil sie in der Flaschen Branche tätig sind!

  • Das Problem sind doch nicht die Banken, die keine Kredite vergeben wollen. Das Problem sind die Menschen, die keine Kredite aufnehmen wollen.
    Das liegt am gesunden Menschenverstand, der einen Kreditaufnahme. ebenso wie Kinderkriegen übrigens, in wirtschaftlich unsicheren Zeiten verbietet.

    Ausserdem spürt man inzwischen das es zu viel 'Geld' gibt. Es werden verzweifelt Möglichkeiten gesucht, es unterzubringen, so das jedes Mittel recht ist, den Kreislauf in Schwung zu halten. Sobald dieser stoppt werden sich immense Blasen bilden von denen wir heute noch keine Vorstellung haben.

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