Netzreaktionen zu Mandelas Tod
„Die Welt weint heute Nacht“

Es dauerte keine Stunde, bis sich US-Präsident Barack Obama zum Tode Nelson Mandelas äußerte. Auch andere Berühmtheiten aus Politik, Sport und Gesellschaft erinnerten im Internet an den südafrikanischen Freiheitskämpfer.
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Düsseldorf„Ein großes Licht in der Welt ist ausgegangen. Nelson Mandela war ein Held unserer Zeit“, twitterte der britische Regierungschef David Cameron. Zudem soll die Flagge vor der Downing Street No. 10 auf Halbmast wehen. US-Präsident Barack Obama erinnerte mit einem abgewandelten Zitat von Martin Luther King an Mandela: „Ein Mann, der die Geschichte in seine Hände nahm und den Bogen des moralischen Universums gen Gerechtigkeit bog.“ Zu Zeiten von George W. Bush hätte es eine solche Kondolenz wohl noch nicht gegeben, schließlich standen Mandela und seine Partei bis 2008 auf der US-Terrorliste.

Nelson Mandela ist von uns gegangen, doch seine zentrale Botschaft lebt weiter, wie Regierungssprecher Steffen Seibert findet: „Wir trauern um Nelson #Mandela – seine Botschaft der Versöhnung und der Absage an jeglichen Rassismus bleiben eine Inspiration.“

Zunächst machte in sozialen Netzwerken auch ein Bild des Eiffelturms die Runde, der vermeintlich zu Ehren „Madibas“ in den Farben der südafrikanischen Flagge angeleuchtet war – die farbenfrohe Gestaltung der Flagge spiegelt die Versöhnung im Vielvölkerstaat Südafrika wider. Doch inzwischen meldete sich offenbar die Verwaltung des Eiffelturms zu Wort: Demnach stammt die Aufnahme nicht aus der vergangenen Nacht, sondern aus dem Sommer.

Inspiration ist auch das, was Bill Gates und seiner Ehefrau von Mandela in Erinnerung bleiben wird. „Jedes Mal, wenn Melinda und ich Nelson Mandela trafen, waren wir danach mehr inspiriert als je zuvor. Seine Gnade und Mut änderten die Welt. Das ist ein trauriger Tag“, schrieb der Microsoft-Gründer bei Twitter.

Etwas nüchterner fiel die Kondolenz von Chinas Staatschef Xi Jinping aus. Er würdigte den südafrikanischen Nationalhelden als „weltbekannten Staatsmann“. Auch der in China nicht gerade beliebte Dalai Lama hinterließ bei Twitter ein unpersönliches Statement: „Seine Heiligkeit der Dalai Lama drückt seine Kondolenz zum Vergehen von Nelson Mandela aus.“

Fast drei Jahrzehnte verbrachte er hinter Gittern, davon 18 Jahre auf der berüchtigten Gefangeneninsel Robben Island. Dennoch hegte er keine Rachegedanken, sondern hielt an seinem friedlichen Weg der Versöhnung fest. Dafür er hielt er – zusammen mit dem Apartheid-Führer Frederik Willem de Klerk – 1993 den Friedensnobelpreis. Daran erinnerte jetzt das Nobelpreiskomitee und stellte das Video der Preisverleihung auf seine Webseite.

Sehr emotional äußerte sich auch Boris Becker: „Die Welt weint heute Nacht“, twitterte der Ex-Tennisstar. Weitere Tweets von Prominenten aus Sport, Politik und Gesellschaft haben wie für Sie auf der zweiten Seite zusammengestellt.

Wer persönlich kondolieren will, kann seine Kondolenz auf der Seite der Nelson Mandela Stiftung hinterlassen.

Seite 1:

„Die Welt weint heute Nacht“

Seite 2:

So kondolieren die Stars

Kommentare zu " Netzreaktionen zu Mandelas Tod: „Die Welt weint heute Nacht“"

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  • Dieser Mann hat die Welt bewegt!!
    Er hat Unglaubliches geleistet

  • "Es dauerte keine Stunde, bis sich US-Präsident Barack Obama zum Tode Nelson Mandelas äußerte."

    Wie lange ist eigentlich die Zeitstrecke bei seinen Drohnentodesurteilen?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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