Netzstimmen zu Erdogans Wahlsieg
„Dann gehöre ich diesem Volk nicht an“

Der alte Premierminister ist neuer Präsident der Türkei. Trotz absoluter Mehrheit hat Recep Tayyip Erdogan viele Gegner – und die machen ihrem Ärger über das Wahlergebnis bei Twitter Luft.
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DüsseldorfDie Türkei hat gewählt. Der neue Präsident ist mit absoluter Mehrheit Recep Tayyip Erdogan und das überrascht die Wenigsten. Obwohl die türkische Bevölkerung mit rund 52 Prozent für den alten Premier gestimmt hat, scheint es einen Zwiespalt im Land zu geben.

Viele Politiker sind gestern nach der Veröffentlichung der Wahlergebnisse zu Wort gekommen. Der Vorsitzende der rechts orientierten Partei der Nationalistischen Bewegung (Milliyetci Hareket Partisi), Devlet Bahceli, hat den Sieg Erdogans hart kritisiert.

Er bewertet das Wahlergebnis als „die Retardierung der Gerechtigkeit“. Mit diesen Worten frischt er die Korruptionsvorwürfe der vergangenen Monate wieder auf. Er sagt weiter: „Heute hat Bestechung Zuspruch gefunden und Ehrlichkeit verloren.“

Die MHP und die „Republikanische Volkspartei“ CHP haben einen gemeinsamen Kandidaten, Ekmeleddin Ihsanoglu in den Wahlkampf geschickt. Er erhielt nur knapp 40 Prozent der Stimmen und gratulierte dem Wahlsieger:

In den vergangenen Monaten hat sich die türkische Bevölkerung sehr Twitter-affin präsentiert. Zu der Zeit der Demonstrationen rund um den Gezi Park und nach den Korruptionsvorwürfen gegen Erdogan hat es unzählige Tweets gegeben. Es führte sogar dazu, dass Youtube und Twitter im Land kurzzeitig gesperrt wurden. Erdogan wies alle Vorwürfe entschieden von sich und begegnete der Kritik mit der Einschränkung der Nachrichtenkanäle.

Auch zum jüngsten Wahlergebnis gibt es unzählige Twitter-Stimmen aus der Türkei, diesmal aber viele, die Erdogan gewogen sind. Viele Türken feiern den alten Premier und neuen Präsidenten.

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„Als nächstes kommt, dass er Sultan wird“

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  • Ich bin auf Erdogan stolz. Er hat die Türkei in den letzten Jahren demokratischer gemacht, Frauen mit Kopftuch werden in den Behörden und Unis nicht diskriminiert und können so wie sie sind, studieren bzw. arbeiten. Kurden können in ihre Sprache sprechen. Bauchen ihre Herkunft nicht zu leugnen, haben eigenen TV-Sender, können in ihrer eigenen Sprache tanzen, singen... Er hat dann für Demokratie im Lande gekämpft und erreicht. ER hat das Land wirtschaftlich aufgebaut, was bisherige Regierungen versäumt haben, im Lande herscht Wohlstand. Warum sollten sie dann ERdogan nicht wählen. Es ist eine kleine Minderheit, die ihn nicht mögen. Und diese Bevölkerungsschicht muss ja ein Argument finden, um ihn schlecht darzustellen. Zu den Korruptionsvorwürfen hat auch die Mehrheit nicht geglaubt. Daher ist der Vorwurf " autokratische Herrschaft" etc. nicht die herschende Meinung im Lande. Nur die Länder und Leute, denen er offen die Meinung sagt, schmeckt das Ganze nicht.

  • Demokratie bedeutet nun einmal, dass die MEHRHEIT bestimmt.

    Bei allen Minderheiten-Gekreisch. Die Mehrheit hat ihn demokratisch gewählt - da wird die Minderheit wohl mit leben müssen!

    Es sei denn das gefällt den USA nicht - denn für die Amis (USA) ist Demokratie folgendes:
    Wer und gefällt ist demokratisch bestätigt
    z.B. die Junta in der Ukraine (ungewählt!)
    Wer uns nicht gefällt muss gehen - egal ob gewählt oder nicht
    z.B. Maliki, Assad etc.

    Demokratie als USA ist ein totalitäres Regime des Geldes

  • Dieser Türke vertreibt seine Gegner mit Absicht in die Nachbarländer, damit er ihnen später "zu Hilfe" eilen kann, wenn er wie geplant sein Reich vergrößert.

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